Endlich Moos!

Nein, beim heutigen Artikel geht es nicht um Geld.

Vincent Staat hat im vergangenen Jahr eine ausführliche Serie über Moose im Einsatz mit Bonsai hier im Blog veröffentlicht.

Dies hat auch mich motiviert meine ersten Moos-Anpflanzung zu versuchen. Wobei es eigentlich die Zweite war.

Die erste entstand aus getrockneten und verriebenen Moos, welches ich einfach auf die Substratoberfläche gestreut habe. Daraus entstand im ersten Versuch nach einigen Monaten ein schöner saftiggrüner Moosteppich:

Ficus Ginseng

Im zweiten Versuch, nach der Artikelserie von Vincent, habe ich die gleiche Methode angewendet.

Trotz feuchter Witterung allerdings erfolglos. Allerdings kam da noch die Baustelle auf dem Balkon dazwischen, wodurch ich die Kulturbedingungen nicht steuern konnte.

Nachdem ich meine Bäumchen aus dem Winterquartier geholt hatte, hat sich bei einigen etwas Moos gebildet. Beim umtopfen habe ich etwas Moos entnommen und in eine kleine flache Bonsaischale gesetzt.

Nun nach etwa zwei Monaten ist das Moos fest angewachsen und hat sich bereits etwas ausgebreitet. Ich gieße es fast täglich und habe es derzeit noch an einem schattigen Ort aufgestellt. Einmal die Woche lasse ich es abtrocknen. Nun hat es sich wie folgt entwickelt:

Moos in einer Bonsaischale

Sorry, das Foto ist nicht 100%ig scharf. Aber das wesentliche kann man erkennen.

Meine Erkenntnis ist, daß die Hinweise von Vincent zutreffen. Moos trocknen und zur Vermehrung verreiben ist Glückssache. Einfacher ist da ein sammeln und aufsetzen oder gesammeltes zu kultivieren und vermehren. Bei entsprechender Pflege bilden sich schöne Moospolster und Teppiche.

Über Moos wird unter Bonsaigestaltern und Pflegern oft sehr konträr diskutiert. Negative Erfahrungen kommen meist vom Halb- oder Unwissen. Mit etwas Grundwissen, kann man Moos vielfältig in der Bonsaigestaltung einsetzen. Ja, man kann sogar die Wurzelbildung mit Moose fördern. Moos wirkt antiseptisch und verhindert somit bestimmte Krankheiten von Pflanzen!

Wer noch Wissenslücken über Moos haben sollte, kann sich gerne die Artikelserie von Vincent Staat durchlesen:

Probiert es selber einmal aus. Moos an einer sonnigen Stelle sammeln und auf ein Substrat legen und zu Beginn feucht halten, bis es anwächst.

Mir schwirrt schon ein weiteres Projekt im Kopf herum. Eine Mooslandschaft mit Farn oder Farnen?
Aber dafür muß ich erst einmal recherchieren welche Farne dafür in Frage kommen?
Kennt sich von euch einer mit Farnen aus?

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

2 Kommentare zu Endlich Moos!

  1. André schrieb:

    Ich hatte mal Moossamen bei ebay gekauft, hat selbst in meinem feuchten Garten nicht geklappt. Jetzt bin ich wieder motiviert, es mal wieder zu probieren! 🙂

    Von Farnen hab ich keine Ahnung.

  2. Vincent schrieb:

    Hallo alle zusammen,

    nach langer Zeit melde ich mich auch mal wieder zu Wort. Ich kam in den letzten Monaten auf Grund von radikalem Zeitmangel einfach nicht mehr dazu. Also, was Farne angeht, verhält sich die Vermehrung in der Natur ähnlich wie bei Moos. Beide vermehren sich über Sporen, welche erst auf feuchtem Boden auswachsen. Die Kombination von Moos und Farn dürfte deshalb generell ohne größere Schwierigkeiten beliebig möglich sein. Von daher ist hierbei einzig der eigene Geschmack der Wegweiser und was schlussendlich dargestellt werden soll. 🙂

    Lieben Gruß

    Vincent

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