Mammutbaum und Küsten-Sequoie im Liliental

Normalerweise ist den Mammutbäumen unser Klima im Winter zu kühl.

Aus diesem Grund werden sie in Deutschland meist nicht alt und erfrieren.

Nicht so im Liliental. Dort wurde 1956 ein ganze Wald von Mammutbäumen ausgepflanzt!

Obwohl diese Mammutbäume für ihre Art relativ klein und jung sind, haben sie trotzdem eine imposante Höhe erreicht.

Auch ihre urige und markante Rinde strahlt so etwas wie Würde aus

Die Bäume wurden in Stuttgart aus Samen gezogen und 1956 als vierjährige Sämlinge im Liliental ausgepflanzt.

Mammutbäume

Küsten-Sequoie

Der Mammutbaum gehört zu den Sequoien. Genau genommen Sequoiadendron giganteum. Auf dem zweiten Foto ist ein Sequoia sempervirens abgebildet. Auch Küsten-Sequoie oder Redwood genannt. Warum Redwood? Ich denke die Farbe der Rinde dürfte dies wohl überdeutlich beantworten.

Rinde Redwood

Die Küsten-Sequoien sind mit den Mammutbäumen verwandt.

Sie wachsen an der Pazifikküste und können bis zu 100 Meter hoch werden! In Deutschland verlieren die Bäume allerdings oft durch Frost einen Teil ihrer Baumspitze. Die Bäume im Liliental wurden 1961 aus Setzlingen anderer botanischer Gärten ausgepflanzt.

Auf dem letzten Foto noch einmal eine Detailaufnahme der roten Rinde eines Redwood oder Küsten-Sequoie. Übrigens soll es auch Bonsaifans geben die sich an Mammutbäumen versuchen!

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

6 Kommentare zu Mammutbaum und Küsten-Sequoie im Liliental

  1. shari schrieb:

    Halli
    ich bin derstaunt, dass diese Mammutbäume im Hochschwarzwald stehen, denn sogar auf der Insel Mainau frieren sie in kalten Wintern auf die Hälfte ihrer Höhe zurück und im Schwarzwald ist es doch bedeutend kälter als auf der Insel.
    Für mich übrigens unvorstellbar, dass sie nicht ganz eingehen.

    Der Mammutbaum ist ja auch der Staats-Baum von Kalifornien.
    Es gibt für mich schönere Bäume, aber hier beeindruckt mich doch immer wieder die imposante Größe und vor allem der Umfang des Stammes.

  2. Bernd schrieb:

    Der Kaiserstuhl ist nicht im Hochschwarzwald, sondern in Rheinebene. Besser gesagt am Oberrhein. Er ist vulkanischen Ursprungs. Der Boden ist zum Teil aus Lös. Ein feiner Vulkanstaub aus dem auch Fangopackungen gemacht werden. Diese Lösboden heizt sich bei Sonneneinstrahlung stark auf und speichert die Wärme bis in die Nacht hinein und gibt diese langsam in der Nacht wieder ab.
    Im Juli – August wird es in der Nacht selten und 25 Grad kühl! Am Kaiserstuhl gibt es viele Tiere und Pflanzen die nomralerweise nur im Mittelmeerregionen vorkommen. Die Smaragdeidechse kommt in Deutschland auf Grund des warmen Klimas nur dort vor! Ihringen am Kaiserstuhl ist der Ort mit dem wärmsten Klima in Deutschland.

  3. shari schrieb:

    ok, nicht Hochschwarzwald, da hat mich das Wort Mammut wohl verführt
    aber Liliental im Schwarzwald, so kenne ich das

  4. Kleinbonsai schrieb:

    War auch schon öfters im Lieliental.Der ganze Kaiserstuhl ist wegen seiner geografischen Lage von der sonne „Verwöhnt“.Dort gibt es Pflanzen,die es eigentlich nur am Mittelmeer gibt.Der Boden kann sich im Sommer bis zu 80°C aufheizen!Ausserdem ist der Kaiserstuhl der sich am schnellsten bewegende Ort in ganz Deutschland.Das Lieliental kann ich nur empfelen,es ist sehr schön.Es gibt viele exotische Baumarten und eindruksvolle Bäume.wenn die Ahornsamen,Eicheln und Kastanien reif sind,werde ich es nochmal besuchen;)

  5. Bernd schrieb:

    @ Kleinbonsai

    nicht nur Pflanzen, auch Tiere wie am Mittelmeer gibt es am Kaiserstuhl.

    Smaragdeidechse kommt soweit mir bekannt ist in Deutschland nur dort vor. Eine Spinnenart und Bienenfresser (Vogelart) kommen ebenfalls nur am Kaiserstuhl vor.

    Das Klima ist dort wie eine Klimainsel. Habe dort mal zwei Jahre gewohnt. War im Sommer kaum auszuhalten und im Winter schön mild 😉

  6. Kleinbonsai schrieb:

    Der Kaiserstuhl sieht ja auch aus wie eine Insel:ein großer Berg inmitten der Rheingraben,wo der Urrhein floss.

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