Crassula ovata als Bonsai – 2015

Ja, ja, ja, ich bin im Sukkulentenfieber!

Und das schon seit über 20 Jahren. Schon bevor ich mich mit Bonsai beschäftigt habe. Mit Bonsai beschäftige ich mich erst seit 7 Jahren.

Da war es für mich naheliegend auch Ausschau nach für Bonsai tauglichen Sukkulenten zu halten. Lange suchen mußte ich da nicht. Der Geldbaum auch Crassula ovata genannt war schnell als mögliches Gestaltungsobjekt zum Bonsai gefunden.

Leider hatte ich bei meinem Bonsaieinstieg gerade keinen im Haushalt verfügbar. Deswegen habe ich mir eine häßliche kleine Pflanze mit dickeren  Stamm im Kakteenfachhandel gekauft. Vermutlich war es mal eine Mutterpflanze. In Kakteengärntereien werden ältere Pflanzen oft als Mutterpflanze verwendet. Von dieser Mutterpflanze werden mehrere Stecklinge geschnitten. Irgendwann sieht die Mutter dann nicht mehr so schön aus. Klar, die ist ja sozusagen abgeerntet worden. Aber genau solch ein häßliche Pflanze mit dickeren Stammansatz habe ich damals gesucht. Das darüber war für mich egal.

Wie ich den Pfennigbaum in 6 Jahren zu einem ordentlichen Bonsai gestaltet habe, findet ihr unter der Pfennigbaum-Bonsai-Gestaltung.

In diesem Jahr hat ihm die Sommerhitze zu schaffen gemacht!

Crassula ovata Bonsai im Oktober 2015

Crassula ovata Bonsai im Oktober 2015

Im August waren einige Blätter von der Hizte verbrannt! Ich musste ihn vorzeitig auslichten. Fast alle Blätter habe ich entfernt. Die jungen und sehr kleinen Blätter habe ich stehen lassen. Nun im Oktober sieht er noch recht kahl aus. Die jungen Blätter sind dennoch gewachsen. Es wird aber gut 1-2 Jahre dauern bis daraus wieder ein schöner Bonsai geworden ist.

Andere Seite Crassula ovata Bonsai

Andere Seite Crassula ovata Bonsai

Noch ein Blick auf die andere Seite. Die gefällt mir auch ganz gut 😉

Von diesem Pfennigbaum habe ich vor einigen Jahren einen Steckling gemacht. Der wurde nach 1 1/2 Jahren in einen Teichtopf umgetopft und ist darin 2 Jahre kräftig gewachsen. Seit letztem Jahr ist er in einer Bonsaischale. Die Schale ist noch nicht passend.

Crassula ovata Rohling im Oktober 2015

Crassula ovata Rohling im Oktober 2015

Das spielt auch noch keine Rolle. Mir ging es erst einmal darum, daß sich ein flacher Wurzelballen entwickeln kann. Das geht in einer Schale einfacher. Der Baum sieht für mich noch recht konfus aus. Ich weiß noch nicht oder kann es zumindest noch nicht erkennen, wo die Reise hin gehen soll? Bei der ersten Sicht könnte ein entfernen vom rechten Ast der erste linke hohe Ast Verbesserung bringen?

Crassula ovata Rohling im Oktober 2015 andere Seite

Crassula ovata Rohling im Oktober 2015 andere Seite

Aus dieser Sicht gefällt er mir überhaupt nichts. Das wirkt auf mich sehr unharmonisch.

Crassula ovata Rohling im Oktober 2015 ganz andere Seite

Crassula ovata Rohling im Oktober 2015 ganz andere Seite

Von dieser Perspektive sieht er im Stammverlauf schon ganz interessant aus. Interessant? Vielleicht kann man daraus etwas machen? Gut, die Stämme sind zu gerade. Das wirk wenig harmonisch. Mehr Schwung kann man durch kürzen und neue Äste reinbringen?

Ich werde mir den Baum im Frühjahr mal näher betrachten. Je länger ich ihn begutachte, desto mehr Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen sich 😉

Beide Bäume habe ich am letzten Wochenende in die Wohnung geräumt. Die Nächte sind inzwischen mit 5 Grad schon sehr kühl. Keine Temperaturen für den wärmeliebenden Geldbaum. Die Überwinterung findet an einem Ostfenster statt.

Schauen wir mal, wie sich die beiden im nächsten Frühjahr weiter entwickeln werden.

9 Kommentare zu Crassula ovata als Bonsai – 2015

  1. Arnd schrieb:

    Hallo Bernd,

    Schön wieder was von deinen geldbäumen zu hören 😉
    Meiner, den ich in diesem frühjahr eingepflanzt habe, hat ungefähr die blättergröße wie bonsai nr.1.
    Habe ihn ab sommer alle 1-2 wochen gegossen und auch mit ein bisschen kakteendünger.
    Seit oktober habe ich aufgehört zu giessen und seitdem bilden sich an einem neuaustrieb wurzeln aus.
    Weisst du woran das liegen könnte?

  2. Arnd schrieb:

    Hallo Bernd,
    hast du keinen Rat für mich?
    Leider finde ich in den anderen Foren auch keine Antwort auf meine Frage

  3. Bernd Schmidt schrieb:

    Hallo Arnd,
    das ist bei vielen Sukkulenten wie Crassula normal. Wenn es länger kein Wasser mehr gegeben hat, bildet die Pflanze an manchen Pflanzenteilen, wie Ästen Wurzeln umso für ein Überleben von Pflanzenteilen zu sorgen.

    Das ist sozuagen eine Überlebensstrategie solch einer Pflanzenart.

    Deswegen gieße ich auch über den Winter die meisten Sukkulenten alle 1-2 Wochen vorsichtig. Sodaß die Blätter nicht verschrumpeln und sodaß sich keine Luftwurzeln bilden. Gelingt mir allerdings auch nicht immer. An einem Crassula ovata var. minor und am Crassula tetragona erscheinen derzeit auch an den untersten Ästen bzw. Stamm die ersten Luftwurzeln. Ich lasse sie einfach wachsen. Vielleicht ergeben sich dadurch neue interessante Gestaltungsmöglichkeiten?

    LG
    Bernd

  4. Arnd schrieb:

    Hallo Bernd,

    danke für deine Hilfe.
    Stimmt, ich gieße meine sukulenten ebenso wie die kakteen im winter gar nicht.
    Also dann versuche ich das mit der wasserzugabe alle 2 wochen.
    Falls man die wurzeln aber abschneiden sollte, wäre das irgendwie schädlich für den steckling?

  5. Arnd schrieb:

    Und rätst du davon ab, die crassula mit leitungswasser zu giessen? Ich hab mal gelesen, dass sich dadurch kalk an der rinde ablagern kann, die dann nicht mehr weg geht.

  6. Bernd Schmidt schrieb:

    Hallo Arnd,

    das kann man nicht pauschal sagen.
    Es kommt auf den Kalkgehalt des Wassers an.
    Frage bei deiner Gemeinde nach wieviel Kalk dein Wasser hat. Ab 20 Grad Kalkgehalt kann es Kalkflecken geben. Unter 10 ist kein Problem. Über 20 ist schon recht hart.
    Bei uns werden die Kalkwerte einmal im Jahr im Amtsblatt veröffentlicht.
    Je nach Wohngebiet sind die oft auch noch unterschiedlich.
    Wir haben um die 20. Das gibt bei reichlichem Gießen auch schon Kalkrückstände. Deswegen filtere ich meist mit einem Britta-Wasserfilter.

    LG
    Bernd

  7. Arnd schrieb:

    Hallo Bernd,

    aufgrund von umräumarbeiten musste ich auch meinen Steckling umräumen. Dabei ist dieser aus dem topf gekippt und ich habe festgestellt das der nach fast einem jahr nich gar keine wurzeln gebildet hat. Im Sommer ist er aber wunderbar gewachsen. Ich nehme mal an wegen den noch vorhandenen wasserreserven?
    Denkst du die wurzeln bilden sich noch oder kann ich es irgendwie fördern?

    Vielen Dank vorab.

  8. Bernd Schmidt schrieb:

    Hallo Arnd,

    ohne Wurzeln kann ein Crassula kein Wasser und keine Nährstoffe aufnehmen.
    Ein Wachstum ist auch beim Gießen ohne Wurzeln nicht möglich.
    Wenn er gewachsen ist, hatte er bereits Wurzeln.
    Vielleicht sind diese noch schwach entwickelt gewesen und beim umfallen der Pflanze abgebrochen?
    Das sich nach einem Jahr keine Wurzeln gebildet haben ist bei einem Crassula sehr ungewöhnlich.

    Wenn man ihn trocken hält und in Erde steckt, bilden sich nach 2 – 8 Wochen die ersten Wurzeln.
    Gegossen wird erst, wenn er Wurzeln hat. Vorher macht es keinen Sinn.

    LG
    Bernd

  9. Arnd schrieb:

    ok, dann werde ich mal abwarten.
    Solange er nicht eingeht (was hoffentlich nicht passieren wird) werde ich ihn einfach weiter wachsen lassen

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