Was kann Ina bei der Bonsai-Winterpflege verbessern?

Ina hatte hier im Blog einen Noname Bonsai vorgestellt, der leider nicht näher bestimmt werden konnte.

Selbst der Besuch eines Fachhandels brachte keine genauere Bestimmung. Bei diesem Besuch hat Ina weitere Bonsai gekauft und hier vorgestellt.

Nun ist Winter und sie hat die ersten Zweifel bei der Winterpflege.

Sie hat die vom Händler beschriebenen Pflegemassnahmen beachtet und dennoch kommen ihr langsam Zweifel, da die sämtliche Pflanzen vor sich hin kümmern. Aber lest selber was sie uns geschrieben hat:

Hallo Bernd,

anbei schicke ich dir einige Bilder meiner Bonsais….bitte mal bei bei meinen anderen dazu ich brauch da dringend Hilfe.

Ich habe mich voll an die Anleitung von dem jenigen wo ich sie her habe, und wie man sieht scheinbar erfolglos….er meinte der Junischnee und der Fikus können bis zu 3 grad ab….sie standen alle zusammen bei nie weniger als 12 grad bei uns im Hausflur, dann sollte ich sie wenig giessen….hab ich getan einmal wöchtlich sollte reichen meinte er.

Heut konnt ich mir das alles nimmer mit ansehn.
Ich hab sie reingeholt in die Wohnung, Moos entfernt weil das schimmelte, alle Blätter die trocken und tot waren vorsichtig entfernt und nun sehen die einst so wundervollen Bäumchen einfach nur schrecklich aus.

Bitte dringend um Hilfe.
Hoffentlich is es noch nicht zu spät 🙁

Lg Ina

Ina`s Bonsai im Winter

Ina`s Bonsai im Winter

Ficus Bonsai im Winter

Noname Bonsai im Winter

Rosmarin Bonsai im Winter

Serissa Bonsai im Winter

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

14 Kommentare zu Was kann Ina bei der Bonsai-Winterpflege verbessern?

  1. Bernd schrieb:

    Hallo Ina,

    bis auf die bis zu 3 Grad sind die Angaben vom Verkäufer im Prinzip richtig.

    Dennoch ist es meiner Meinung nach schwierig, drei oder vier Pflanzen aus ganz unterschiedlichen Klimaten über den Winter ähnlich zu pflegen.

    Ficus
    kommt aus subtropischen Regionen und mag selbst im Winter keine Temperaturen unter 15 Grad. Zudem ist er über das ganze Jahr ca. 12 h Helligkeit und viel Sonne gewohnt. Wir haben im Winter teilweise nur 6-7 h Helligkeit. Ohne künstliche Zusatzbeleuchtung ist ein teilweiser Blattverlust normal (eigene Erfahrung). Den Ficus kann man ruhig in einem beheizten Zimmer an einem hellen bis sonnigen Fenster aufstellen. Wenn eine Heizung darunter oder daneben ist, hilft eine Schale mit Wasser um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Eine Zusatzbeleuchtung wäre optimal um das fehlende Licht auszugleichen, ist aber kein muss. Zwar gehen Blätter verloren, die wachsen im nächsten Sommer aber wieder neu nach, sodaß der Baum nach einem Aufenthalt im Freien wieder frisch aussieht.
    Bei deinem Ficus scheint mir das Substrat noch vom Moos recht feucht zu sein? Blätter werfen Bäume ab, wenn sie zu wenig Licht haben, zuwenig Wasser oder bei zuviel Wasser! Was bei deinem die Ursache ist, kann man per Ferndiagnose nicht beurteilen. Oft ist es auch eine Kombination von mehreren Faktoren. Das Moos entfernen war schon einmal richtig. Zwischen dem Giessen, darf das Substrat bei Ficus ruhig kurz abgetrocknet sein.

    Serissa
    Sollte bei ca. 15 Grad Plus überwintert werden und möglichst nie austrocknen aber auch keine STaunässe entstehen. Da sollte alles korrekt sein? Eine Zusatzbeleuchtung würde hier sicherlich auch den Blattverlust verhindern.

    Rosmarin
    Mit denen habe ich kein Glück. Meine Versuche aus einer Topfpflanze einen Bonsai zu gestalten sind bisher immer im ersten Winter gescheitert. Aber diese Pflegeanleitung http://www.pflanzenblog-in.de/2008/01/14/rosmarin-pflege-standort-und-uberwinterung-rosmarinus-officinalis/ dürfte brauchbar sein.

    Das unbeheizte Treppenhaus ist sicherlich ein passender Ort zum Überwintern einiger Kalthauspflanzen. Für den Ficus und Serissa vielleicht phasenweise zu kühl? Wenn die Lichtverhältnisse gut sind spricht ansonsten nichts dagegen. Das Moos entfernen ist schon einmal der richtige Weg, da du so besser beurteilen kannst, ob es Zeit zum giessen ist oder ob die Erde noch feucht genug ist.

  2. André schrieb:

    Ich finde die Aussage, einmal wöchentlich sollte reichen, ist zu pauschal und sehr gefährlich. Das geht bei meinen Outdoor, weil die keine Blätter haben, aber nicht bei Kalthauspflanzen.
    Es sieht ganz so aus, als wären die Bäume vertrocknet? Ich würde nun vorsichtshalber normal weitergießen, also immer wenn das Substrat an der Oberfläche antrocknet. Mit dem Finger ggf. erfühlen. Dann sollten sich die Pflanzen erholen. Mit dem Fingernagel kannst Du die Rinde am Stamm oder Ästen ankratzen, um zu sehen, ob es noch grün unter der Rinde ist, dann lebt der Baum noch. Den hellen, kühlen Standort wuerde ich, ausser bei Ficus beibehalten.
    Ich drück Dir beide Daumen!

  3. Maverick schrieb:

    Hi Ina,

    André hat wohl Recht.
    Die Kalthauspflanzen brauchen auch im Winter gleichmässig Wasser, aber nicht so viel wie im Sommer. Dazu ist ein möglichst heller Standort, ohne grosse Temperaturschwankungen oder Zugluft wichtig.

    Dass die Pflanzen einzelne Blätter verlieren, ist normal. Wenn aber Ficus und Rosmarin alle Blätter abwerfen stimmt was nicht.

    Ich würde die Pflanzen erst mal gut wässern, und hell und etwas wärmer stellen.

    Bei meiner Chinesischen Ulme, die nach dem Umzug ins Winterquartier alle Blätter verlor, hat’s geholfen.

    Sie hat schon wieder komplett neu ausgetrieben.

    Gruß
    Mac

  4. Kleinbonsai schrieb:

    Vielleicht liegt es auch an der zugluft im Flur?
    Die Pflanzen scheinen vertrocknet zu sein.Also mehr giessen.
    Der ficus wald ist vermutlich nicht mehr zu retten,sieht sehr leblos aus.Aber vielleicht treibt er nochmal aus…

  5. André schrieb:

    Luftzirkulation ist sogar gut, haben die Bäume in der Natur ja auch. Für mein Ficus Terrarium und meine Duranta habe ich sogar Ventilatoren bestellt 🙂 Stärkt die Planze durch gesündere Blattentwicklung.
    Hier ist natürlich die Lufttempetatur entscheidend, die den Pflanzenbedürfnissen angepasst sein sollte. Also kalte Zugluft nein, Luftzirkilation ja.

    Im Allgemeinen ist es im Haus, ob unbeheitztem Flur oder nicht, zu trocken und dunkel für diese Arten. Diese müssen kühl, mit hoher Luftfeuchte und mehr Licht überwintert werden: Eben im Kalthaus mit Zusatzbeleuchtung. Und selbst da gibt es Risiken.
    Fuer ungeübte Anfänger sind diese subtropischen Bäume mit weichen Blättern nichts. Eventuelle Lösung: Seid meine Duranta erecta im Terrarium mit Zusatzbeleuchtung und bei 75-80 % rel. Luftfeuchte bei 17 Grad steht, erholt sie sich blendend. Aber das ist eben mit Aufwand verbunden. Aber es hilft, sie treibt neu und die Blätter glänzen wieder. In meinem Lieblingsladen stehen 3 zurückgebrachte, weil es sehr schwierig ist, Durantas zu Überwintern. Der Besitzer riet mir vom Kauf ab. Ähnlich ist es leider mit Inas Arten (außer Ficus).
    Rosmarin muss doch draußen stehen, oder?

    Bei welchem Laden warst Du eigentlich, um Dir die Infos zu holen, Ina?

    @Maverick:
    Kannst Du mal ein Bild mit Laub zur Verfügung stellen von Deinem Baum? Per Link? Wenn er jetzt austreibt, ist das eher schlecht. Obwohl es ein immergrüner Baum ist. Der Baum braucht ja eine mehrmonatige Winterruhe bei 5-10 Grad C. Das geht ein paar Jahre Jahre gut, dann kann es schon zuviel sein. Wenn er jetzt austreibt hat er zuviel Licht oder steht zu warm?

  6. Vincent schrieb:

    @ Ina

    So, dann will ich mich auch einmal zu Wort melden. Also, was den Ficus angeht, der verträgt eigentlich, obwohl es eine tropische Pflanze ist, auch niedrigere Temperaturen unter 10 °C. Die meisten Pflanzen aus diesen Breitengraden haben, auch wenn man das nicht vermuten würde, einen recht breiten Temperaturbereich. Das Wachstum ist dann zwar nicht ideal, aber wirklich Schaden fügt ihr der Pflanze damit nicht zu. Meine Fici werden schon immer unter diesen Bedingungen kultiviert. Über diesen Zeitraum verlangsamt sich das Wachstum einfach nur, aber so lange der Boden leicht feucht bleibt und die Temperaturen noch über dem Gefrierpunkt liegen, überlebt das die Pflanze schadenfrei. Es ist sogar recht ratsam, da zum einen auch tropische Pflanzen eine Zeit durchmachen, in welcher eine kleinere Ruhephase stattfindet, zum anderen wird durch den heruntergefahrenen Stoffwechsel der Blattverlust ein wenig gedrosselt, da dies bis zum gewissen maß eine Anpassung an die verminderten Lichtverhältnisse ist. Blattverlust ist natürlich dennoch gegeben, aber halt nicht so massiv. Allerdings schweife ich gerade ein wenig ab. Was nun deine Bonsai angeht, sehe ich das ein wenig gemischt. Der Ficuswald könnte noch mal etwas werden, allerdings würde ich mir mal das Wurzelwerk betrachten und sie auf jeden Fall etwas wärmer stellen, in der Hoffnung, das sie wieder austreiben. Bei Temperaturen von um die 18 °C sollte eigentlich noch etwas zu machen sein. Außerdem würde ich bei weitem nicht so sehr gießen. Die Erde sieht extrem feucht aus, was eher zu Wurzelfäule führt. Guck dir mal das Ablaufverhalten der Schale an, viel Bonsaischalen haben leider das Problem, daß sich das Wasser in bestimmten Ecken sammelt und es dadurch zu Staunässe kommt. Der Junischnee ist schon etwas kritischer, da dieser in der Pflege etwas arg eigenwillig ist. Ich selber habe dafür auch kein Händchen, weswegen bei mir auch schon der zweite Versuch gescheitert ist und ich keinen dritten mehr wagen will. Ob der noch zu retten ist, wage ich zu bezweifeln. Der Rosmarin scheint mir von einem Pilz befallen zu sein, ich kann mich allerdings auch irren, nur sehen die Spitzen zumindest auf den Fotos sehr kritisch aus. Allerdings scheint dieser noch ein paar Lebenszeichen von sich zu geben. Ich würde die Erde wirklich nur Schwach feucht halten und auch hier wieder das Wurzelwerk kontrollieren. Den No-Name hingegen kann ich gar nicht richtig einschätzen. Der Wurzelansatz sieht mir sehr nach Schimmel aus, wobei es auch wieder nur am Foto liegen kann. Bei den Blättern hingegen glaube ich noch Leben entdeckt zu haben. Entferne einfach die toten Blätter, stell den kleinen hell und mäßig warm, vll. wird daraus noch mal was. Generell, bei Pflanzen, die etwas abbekommen haben, muss ich sagen, daß ich recht gute Erfahrungen damit gemacht habe, die Temperaturen eher etwas niedriger anzusetzen, als höher, einfach wegen dem gedämpften Stoffwechsel. Gibt der Pflanze meist ein wenig Zeit, die Reserven langsam zu aktivieren und nicht wieder in einem Stoß, was eher zu einem Ausbrennen führen kann.

    @ André

    Immergrün sind ja nicht alle Ulmen. Meine Verliert zum Winter hin auch immer die Blätter, um dann im Zeitigen Frühjahr – meist Anfang März – wieder auszutreiben. 😉

    @ Maverik

    André hat nicht unrecht, was deine Ulme angeht, wenn die jetzt neu austreibt, ist das nicht so gut. Wie gesagt, meine verliert zum Winter hin auch ihre Blätter, ich stelle die Pflanze dann allerdings bei gemäßigten Temperaturen (um die 5 – 10°C) an einen hellen Ort und halte die Erde nur leicht feucht. Funktioniert eigentlich ganz gut.

  7. André schrieb:

    jetzt müsste ja alles gesagt sein was Inas Bäumchen angeht :)Nun ist Geduld gefragt…

    @Vincent
    Nein, nicht alle Ulmen, eigentlich gar keine hier üblicherweise kultivierten, aber eben gerade seine, die echte chinesische Ulme, Ulmus parvifolia, die mit den ganz, ganz kleinen Blättern und kurzen Internodien, nicht zu verwechseln mit der Zelkove, die als ja wie wir wissen als Ulme ausgegeben wird, kompliziert das alles… Deswegen wären Fotos toll…

    Die echte chinesische Ulme verliert nur einen Teil der Blätter, weil sie ja aus Lichtmangel nicht alle braucht zur Energiegewinnung, die Zelkove sollte alle verlieren, wenn Sie nicht zu warm steht..

  8. Vincent schrieb:

    @ André

    Dann schätze ich mal, daß ich eher eine Zelkove habe. Wie gesagt, die verliert bei mir immer alle Blätter und treibt dann im zeitigen Frühjahr wieder kräftig durch.

  9. Maverick schrieb:

    @ André

    @ Vincent

    Dass die Ulme alle Blätter verlor, hat mich auch gewundert. Im letzten Winter war garnichts.

    Habe aber mal gelesen dass auch „immergrüne“ Pflanzen in regelmäßigen Abständen ihre Blätter abwerfen, um sie durch neue zu ersetzen.

    Die Pflanze steht in einem ungeheizten Raum am Fenster. Besonders hell ist es nicht. Vielleicht kommt daher der starke Neuaustrieb.

    Hier der Link zu den Bildern:

    Fotos

    Gruss
    Mac

  10. Bernd schrieb:

    @ Maverick

    von den Ulmus parvifolia soll es über 20 Arten bzw. Varietäten geben. Eine klare Zuordnung ist da leider mangels klarer Herkunft selten möglich.

    Meine Ulmus parvifolia „Thaiwan“ verliert fast immer im Herbst, Winter oder Frühjahr alle Blätter! Danach treibt sie selbst bei niedrigen Temperaturen sofort wieder neue aus! Eine Schwächung der Pflanze kann ich seit vier Jahren nicht feststellen.

    Ein Neuaustrieb erfolgt meist bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad und mit leichtem giessen. Die Thaiwan-Art ist übrigens nicht kälteresistent.

  11. Ina schrieb:

    Hallo,
    ich danke euch für die schnelle antworten.
    HAbe derzeit alle bäumchen in die schlafstube ans fenster gestellt….da sind ca 18 grad.
    Nun warte ich mal was da passiert.

    ich werde es euch wissen lassen.
    aso wann sollte da wieder bei allen was austreiben?

    lg ina

  12. Vincent schrieb:

    @ Ina

    Der Neuaustrieb kann nun einige Zeit auf sich warten lassen. Ich persönlich würde auch ca. 3 – 4 Wochen tippen.

  13. Kleinbonsai schrieb:

    Was ist jetzt eigentlich aus den Bonsais geworden?

  14. Ina schrieb:

    Hallo,
    Es hat leider keiner der schönen Bäumchen geschafft…..
    Aber ich habe neue….
    Bilder folgen…..

    lg ina

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