Cotoneaster wurde umgetopft und kräftig zurück geschnitten

Vor über einer Woche habe ich meinen kleinen Cotoneaster umgetopft.

Das Pflänzchen habe ich vor 1 1/2 Jahren für 1,49 € in einem Baumarkt gekauft.

Im letzten Sommer ist er prächtig gewachsen. Um ihn in eine Bonsaischale zu pflanzen ist es aber noch viel zu früh.

Zudem sah er nach dem letzten Jahr recht krautig aus. Viele neue Austriebe gab es, die allerdings auch zum Teil in weniger wünschenswerte Richtungen gewachsen sind. Deswegen hatte ich auch gleich ein kräftiges Auslichten vorgsehen.

Vor dem Umtopfen sah der Kleine wie folgt aus:

Cotoneaster vor dem Umtopfen

Diese Art (Cotoneaster dammeri) wirft über den Winter nicht alle Blätter ab. Ähnlich wie bei der Hainbuche oder Rotbuche, werden diese erst im Frühjahr mit dem Neuaustrieb abgeworfen.

Cotoneaster nach auskämen der Wurzeln

Erst einmal ausgetopft. Der Wurzelballen wurde ausgekämt und tote Wurzeln wurden entfernt. Eigentlich wollte ich den Stamm durch drahten etwas Schwung verleihen. Für meinen Geschmack ist bisher alles zu geradlinig.

Cotoneaster nach dem radikalen Rückschnitt

Nachdem ich allerdings alles mir überflüssig erscheinende weg geschnitten hatte, war das drahten überflüssig. Die untere Richtungsänderung habe ich einfach als natürliche Biegung angenommen. Nach außen hin gab es auch einen passenden Zweig.

Cotoneaster wird zum Eintopfen vorbereitet

Der Cotonoeaster kommt wieder in einen Teichtopf mit mineralischen Substrat das etwas mit Anzuchterde angereichert wurde. Der Stein wird ein Ankerstein über den die Wurzeln wachsen sollen. Dadurch läßt sich zukünftig der Baum besser beim umtopfen positionieren und er ist standhafter.

Cotoneaster wird in Teichtopf gepflanzt

Beim eintopfen habe ich den Cotoneaster etwas zur Seite neigend eingetopft. So wirkt der Knick im Stamm als natürlich wirkender Schwung im Stamm. So zumindest meine Erwartung.

Cotoneaster frisch umgetopft

Nach dem Umtopfen erhielt der Kleine reichlich frisches Substrat für den Neuaustrieb.

Für den Laien mag dieser starke Rückschnitt radikal aussehen. Ich will daraus aber einen kleinen Shohin-Bonsai machen.

Dafür darf er sicherlich noch einige Jahre im Teichtopf verbringen. Erfahrungsgemäß treibt diese Pflanzenart im Frühjahr, auf Grund des kräftigen Rückschnittes, auch wieder kräftig aus.

In den nächsten Jahren darf der Stamm erst mal dicker werden.

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

2 Kommentare zu Cotoneaster wurde umgetopft und kräftig zurück geschnitten

  1. suiseki schrieb:

    Kompakt, der Kleine, auch der
    Wurzelballen. Ein bisschen Stammver-
    dickung nach Deinem Prinzip, dann sieht
    der Cotoneaster gleich viel reifer aus!
    Drück Dir die Daumen.
    Gruß,
    Markus

  2. Bernd schrieb:

    @ suiseki

    danke für deine Ermunterung!

    Meine Hauptschwäche ist mangelnde Geduld bei der Bonsaigestaltung.

    Aber dies geht wohl recht vielen Bonsai-Fans so?

    Schönen Gruß
    Bernd

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