Pinus nigra – Schwarzkiefer als Bonsai

Die Schwarzkiefer auch österreichische Schwarzkiefer genannt ist als Bonsai sehr beliebt.

Die Schwarzkiefer ist recht anspruchslos an ihren Standort und macht sie so zu einem relativ pflegeleichten Bonsai.

Im Winter verträgt sie bis zu 30 Grad Minus und im Sommer liebt sie direkte Sonne und übersteht auch einmal eine kurze Trockenperiode.

Die Schwarzkiefer kann bis zu 800 Jahre alt werden!

Bereits die Römer haben aus ihrem Harz Pech gewonnen. Auch heute noch wird aus dem Harz der Schwarzkiefer Pech zur Weiterverarbeitung gewonnen.

Pinus nigra

Herkunft:
Österreich, südliches Europa, nördliches Afrika und Kleinasien.

Blatt:
Je nach Schwarzkiefernart hell- bis tiefgrüne Nadeln mit einer Länge von 4 bis 24 cm.

Rinde:
Junge Bäume haben eine braungraue und schuppige Borke.
Mit dem Alter wird die Borke dicker und kann aufreisen. Es entstehen mehr oder weniger starke Risse in der Borke.

Winter:
Möglichst schattig im Garten den Ballen ohne Schale in die Gartenerde oder in einer Holzkiste mit Torf-Sand-Gemisch auf dem Balkon oder der Terrasse vor starken Frost schützen. Bei milden Temperaturen sollte das Substrat bzw. Erdreich angefeuchtet werden.

Bonsaieignung:
Auf Grund der guten Schnittverträglichkeit ganz gut zur Bonsaigestaltung geeignet.

Beschaffung:
In Bonsaigärtnereien, Baumschulen und Gartencentern oder als Findling (= Yamadori).

Standort:
Vollsonnig.

Giessen und Düngen:
Im Winter und Frühjahr sparsam giessen. Die Erde sollte in dieser Phase nicht austrocknen aber auch keine Staunässe entstehen.
Staunässe zerstört die Symbiose mit einigen Bodenpilzen.
Gedüngt wird sobald der Neuaustrieb abgeschlossen ist bis Ende August.

Substrat:
1 Teile Akadama, 1 Teil mineralischer Bestandteil wie Bimskies oder Lava, 1 Teil Humus mit guter Dränage

Umtopfen:
etwa alle drei bis fünf Jahre und bei jungen Pflanzen mit einem Wurzelschnitt im Frühjahr.
Bei älteren Schwarzkiefern die Wurzeln nur im geringen Umfang kürzen, da diese ein stark reduzierte Wurzelwachstum haben.
Beim umtopfen sollte eine Handvoll vom alten Substrat wegen der Wurzelpilze beigefügt werden. Diese sorgen für eine verbesserte Nährstoffaufnahme. Bei manchen Bonsaihändlern gibt es die Pilze als Substratergänzung auch zu kaufen.

Gestaltung:
Alle Gestaltungsformen die auch in der Natur vorkommen.

Rückschnitt:
kann am besten im Frühjahr erfolgen.

Drahten:
kann man am besten im zeitigen Frühjahr.

Schädlinge und Krankheiten:
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Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

3 Kommentare zu Pinus nigra – Schwarzkiefer als Bonsai

  1. engelchen schrieb:

    Betrifft das mit dem alten Substrat jetzt nur die Schwarzkiefer oder gibt es auch noch andere Bonsais bei denen man dies beim Umtopfen berücksichtigen sollte? Mit der Pechgewinnung fand ich auch recht interessant, hab gar nicht gewusst woher Pech kommt ;)Dein Blog bildet 🙂

  2. Bernd schrieb:

    @ angelchen
    Das mit den Wurzelpilzen trifft nicht auf jeden Baum zu.
    Allerdings gehen hier die Meinungen von Bonsaiexperte weit auseinander wo die Wurzelpilze sinnvoll sind und wo nicht.
    Klar ist auf jeden Fall das die Schwarzkiefer mit bestimmten Arten dieser Pilze in einer Symbiose stehen und zusammen besser Nährstoffe aufnehmen können.

  3. Knuffelpack schrieb:

    Ein schöner Bonsai und wie auch nicht anders von dir erwartet ein schöner Artikel. Er ist wie immer sehr aufschlussreich und sehr Informativ.

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