Mein Bonsajahr im Mai 2013

Da sich der vergangene Winter bis Ende März zog, gab es bereits im März reichlich Arbeit bei den Bonsai.

[]Aber auch im Mai gab es noch vieles zu tun.

Mir wurde trotz einiger Feiertage nie langweilig. Das zwar kühle und regnerische Wetter lies einige Bäume wie verrückt austreiben.

Dadurch mussten die ersten Bäume bereits Ende Mai wieder in Form gebracht oder ausgelichtet werden.

Und ein paar der Sukkulenten wurden auch umgetopft. Da aber die meisten Sukkulenten noch in der Aufbauphase sind, blieben diese in ihren bisherigen Gefässen. Dort sollen sie erst noch ein, zwei oder drei Jahre an Stammdicke zulegen. Danach wird entschieden, wie die Gestaltung der einzelnen Pflanzen weiter gehen soll.

Meinen Jadebaum habe ich eine radikale Grundgestaltung verpasst.

Bonsai-Erstgestaltung Jadebaum

Ich weiss, der sieht ganz schön gerupft und ärmlich aus. Aber das wird über den Sommer wieder zuwachsen und buschiger werden. Die neue Schale war von der Höhe erforderlich, da die Pflanze aus einem Steckling gezogen wurde und der Wurzelansatz sehr tief entwickelt worden ist. Ich werde den Kleinen ein paar Jahre kräftig düngen und wachsen lassen, damit daraus ein grösserer wird. Dann passt der Wurzelansatz auch irgendwann zu Schalenhöhe.

Da man auf einem Balkon, mit Bonsai, sehr schnell an die räumlichen Grenzen kommt, habe ich mich in den letzten Wochen, intensiv mit Akzentpflanzen beschäftigt.

Es ist seltsam, dass es kaum konkrete Informationen in deutscher Sprache gibt? Einziger deutschsprachiger Autor scheint der kürzlich verstorbene Willi Benz zu sein. Ich habe mir deswegen kürzlich eines seiner Bücher im Bonsaifachhandel bestellt.

Im Bonsai-Art werden seit einigen Jahren Akzentpflanzen vorgestellt. Leider handelt es sich häufig um nicht heimische Pflanzen. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht warum sich so wenige mit heimischen Akzentpflanzen beschäftigen?

Über einige Pflanzen habe ich bereits recherchiert. Aber über viele habe ich noch Wissenslücken, welche ich in den nächsten Monaten reduzieren möchte.

Derzeit habe ich noch einige unbepflanzte Akzentschalen in meiner kleinen Sammlung. Damit ich hier mehr Vielfalt und Bepflanzungsmöglichkeiten habe, wurde die Sammlung mit neun weiteren Akzentschalen erweitert:

5 Akzentschalen

Akzentschalen

Das interessante an Akzentpflanzen ist, dass sich diese jährlich entwickeln und sozusagen reifen. Diese Erfahrung habe ich zumindest bei meinen ersten Pflanzen, einigen Hauswurzen gemacht:

Sempervivum Akzentpflanze

[ad#co-1]Zwar gab es noch keine Blüten. Aber das ist in ein oder zwei Jahren denkbar.

Da Hauswurze sehr pflegeleicht sind, möchte ich bei weiteren Akzentpflanzen überwiegend heimische Pflanzen einsetzen. Am liebsten solche die auch im Winter in der engen Schale auf dem Balkon überwintert werden können.

Sobald ich neue Akzentpflanzen-Projekte starte, werde ich hier im Blog darüber berichten.

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

5 Kommentare zu Mein Bonsajahr im Mai 2013

  1. Kleinbonsai schrieb:

    Als einheimische Beistellpflanze würde ich dir Giersch empfelen.
    Giersch ist sehr anspruchslos und wächst in jeder Erde.
    Es treibt sehr stark und wegen der unterirdischen Triebe vervielfachen sich die Triebe sehr rasch und es entsteht schnell ein dichtes Gestrüpp in der Schale.

    Und blühen tut´s auch.

  2. Bernd schrieb:

    @ Kleinbonsai

    danke für den Tipp!
    An Giersch hatte ich noch nicht gedacht.
    Wolfgang Putz schein auch ein Fan von dieser Akzentpflanze zu sein: http://www.yamadori-bonsai.info/Putz_Beistell_Aegopodium.html

    Und das Giersch mit pflegeleicht ist gefällt mir sehr gut.

    In Gärten wird es wohl oft als lästiges Unkraut angesehen. Aber im Überfluss kann man daraus sogar Salat machen 😉

  3. Kleinbonsai schrieb:

    Leider ist Giersch wirklich ein ziemlich lästiges Unkraut.Und es verbreitet sich rasend schnell.Nicht mal Gift oder Schädlinge können dem irgentetwas anhaben!
    Und Gierschsalat schmeckt mir nicht.

  4. Bernd schrieb:

    @ Kleinbonsai
    Löwenzahn gilt bei uns auch als Unkraut.

    In Japan ist es eine hohe Kunst, Löwenzahn harmonisch als Grasbonsai zu präsentieren!

    Durch die Pfahlwurzeln auch sicherlich nicht einfach.

    Was Unkraut ist und was nicht, liegt wohl im Auge des Betrachters. In der Biologie gibt es meines Wissens kein Unkraut?

    Wolfgang Putz mag aber den Giersch auch nur in der Akzentschale und nicht im Garten 😉

  5. Vincent schrieb:

    @ Bernd

    Kann ich bestätigen, Unkraut ist kein biologischer Begriff. Da bezeichen wir solche Pflanzen, die sich schnell fortpflanzen und kaum kaputt zu bekommen sind, einfach nur als Erfolgreich. 😀

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