Ein Bonsai als Geschenk?

Bei nicht wenigen hat die Bonsai-Leidenschaft mit einem geschenkten Bonsai angefangen.

Irgendwann hat man zu einem besonderen Anlaß einen Bonsai geschenkt bekommen, weil man sich vielleicht irgendwann für solch ein Bäumchen interessiert hat?

Mit dem Geschenk fangen dann aber die Gedanken an zu schwirren. Was muß ich nun tun, damit sich mein neuer Bonsai so richtig wohl fühlt?
Wer kein Grundwissen mitbringt wird schnell feststellten, daß zur guten Pflege mehr gehört, als nur hin und wieder zu gießen und zu düngen.

Erst einmal sollte man wissen um was für eine Pflanze es sich handelt.
Nur so kann man auch die passenden Pflegemassnahmen anwenden.

Wie man sein Wissen über Bonsai erweitern kann habe ich bereits unter Wie kann man sein Wissen über Bonsai verbessern?“.

Noch ein kleiner Hinweis, wenn man sich zum Einstieg einen Bonsai schenken lassen möchte.
Viele Bonsai-Fachhändler bieten Sets für Bonsai-Einsteiger an.
Da wird meist ein kleiner Bonsai-Baum und Zubehör wie Bonsaischere, Dünger, ein Büchlein etc. angeboten.
Preislich liegen diese Sets meist zwischen 15 – 30 €.
Für Bonsai also relativ günstig und meiner Meinung nach ein guter Einstieg um zu testen ob Bonsai das passende Hobby für einen selbst ist.

Allerdings kann man für das geringe Geld keine Super-Bonsai-Bäume erwarten.
Die Bonsai sind meist klein und für Bonsai noch relativ jung. Aber sie sehen auch im Ansatz nach Bonsai aus.
Wem danach der Bonsai-Virus befallen hat, wird sowies irgendwann nach besseren Gestaltungsmaterial Ausschau halten.

Welche Bonsai eignen sich für den Einstieg besonders?
Dies kommt darauf an, was man für Möglichkeiten hat.
Wo der Bonsai gepflegt werden kann. Kann man ihn im Freien, Garten, Balkon, Terrasse, Wintergarten oder nur in der Wohnung pflegen?

Die am besten geeigneten Bonsai für den Innenbereich habe ich bereits im Artikel über Die 5 besten Indoor-Bonsai für Einsteiger erläutert.

Bonsai Ficus retusus

Bei den Kalthaus-Bonsai eignet sich die Chinesische Ulme hervorragend.

Und bei den Outdoor-Bonsais gibt es einige Baumarten die für den Einstieg geeignet sind. Fast alle Ahornarten, Hainbuchen, Zwergmispeln …

Wenn ihr noch keinen Bonsai habt, laßt euch einfach einen schenken.
Falls möglich sollte der Bonsai aus dem Bonsai-Fachhandel sein, da diese meist besser gepflegt sind.
Bonsai aus dem Baumarkt, Aldi oder Lidl sind da meist die schlechtere Wahl, da sie keine wirklichen Bonsai sind, sondern lediglich gekürzte Pflanzen die in Massenabfertigung in unpassende Schalen mit unpassender Erde gesteckt werden. Ein liebloses Massenprodukt aber kein Bonsai.

Wer keinen Fachhändler in seiner Wohngegend hat, kann auch Bonsai über das Ende bestellen lassen.
In der unteren Preisklasse ist dies durchaus in Ordnung.
Ein sehr guter Fachhändler mit gutem Pflanzenmaterial ist die Bonsaischule Enger“.
Bei teureren Bonsai und Bonsai-Rohmaterial wird man später die Pflanze vorher persönlich begutachten, umso das Entwicklungspotential exakt ermitteln zu können. Wie das geht, werde ich in den nächsten Wochen genauer beschreiben.
Weitere Bonsai-Fachhändler findet ihr auch über Suchmaschinen oder bei der Bonsaizone.de. Dort können die Fachhändler auch nach Postleitzahl gesucht und gefunden werden.

Ich wünsche euch viel Spaß bei eurem ersten Bonsai-Geschenk!

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

4 Kommentare zu Ein Bonsai als Geschenk?

  1. John schrieb:

    Hi,

    In einem anderen Artikel/Eintrag sagst du, dass die chinesische Ulme nicht für Anfänger geeignet ist.
    Aber jetzt ist es plötzlich für den Einstieg geeignet?

    Bitte aufklären 😉

  2. Bernd schrieb:

    @ John

    Wenn du mir verraten würdest wo ich das geschrieben habe, würde ich gerne konkret darauf antworten.

    So kann ich nur mutmaßen, daß es wohl darum ging, daß viele chinesische Ulmen über Supermärkte, Baumärkte, Möbelmärkte und Gartenmärkte als billigste Massenware in Lehmhaltiger Transporterde und oft als Indoor-Bonsai verscherbelt werden.

    Wenn man solch einen Baum kauft oder bekommt ist bei entsprechender Unwissenheit über diese Dinge der sichere Tod für die Pflanze vorprogrammiert.

    Wenn man aber die Pflanze in frische Erde umtopft und auch im Sommer im Freien aufstellt, sollte man lange Freude an ihr haben.

    Kommt also drauf an.
    Meine Ulmen, egal ob chinesisch oder japanisch sind alles aus dem Bonsai-Fachhandel und entwickeln bei sommerlichen Balkonaufenthalt hervorragen.

    Schönen Gruß
    Bernd

  3. John schrieb:

    Danke für deine schnelle Antwort.

    Es ging um Indoor oder Outdoor Bonsai
    .

    Zitat: Ulmus – Ulmen (außer Ulmus parviflora – Chinesische Ulme) welche empfindlicher in Pflege ist.

    Gruß
    John

  4. Bernd schrieb:

    @ John

    danke für den schnellen Hinweis!

    Du hast recht, ist nicht korrekt.
    Habe den Text, dank deiner Hilfe, wie folgt geändert:

    Je nach Herkunft der Ulmenart bitte beachten ob diese Frostresistent sind oder aus milderen Regionen (meist Asien) kommen und eventuell eine frostfreie aber meist kühle Überwintergung benötigen.

    Pflegeleicht sind alle Ulmen, wenn man die richtigen Pflegemassnahmen anwendet. Man sollte sie alle Ulmenarten im Sommer im Freien aufstellen, da sich dort am besten entwickeln.

    Manche asiatischen Arten können aus subtropischen Regionen kommen und brauchen eine frostfreie Überwinterung. Manche halten bis zu Minus 5 Grad aus. und wieder andere haben gar kein Problem mit extremen Minusgraden.

    Leider wurde in den letzten Jahren durch Importverbote und anderen Gründen die wissenschaftliche Namensgebung willkürlich durcheinander geworfen. So ist nicht immer klar, aus welchen Klima eine chinesische Ulme stammt, was die optimale Pflege erschweren kann.

    Am besten im Bonsai-Fachhandel kaufen, die geben auch die passenden Pflegehinweise zur gekauften Ulme. Egal ob der wissenschaftliche Name korrekt ist oder nicht.

    Habe inzwischen mehrere verschiedene Ulmenarten auf meinen Balkon. Eine stammt aus Taiwan und muß bereits bei Temperaturen unter 10 Grad Plus in die Wohnung. Die Zelkove serrata wieder soll Temperaturen bis zu Minus 20 Grad trotzen können.

    Schönes Wochenende!
    Bernd

Schreibe einen Kommentar

Please use your real name instead of you company name or keyword spam.