Bericht von der Bonsaiausstellung im Lapidarium in Stuttgart – Teil 4

Teil 4 meines Berichtes über die Bonsaiausstellung 2012 im Lapidarium von Stuttgart.

[]Fächahornbäume sind als Bonsai sehr beliebt.

Die vielfältigen Zuchtformen gibt es in vielen gefächerten Blattformen und in unterschiedlichsten Blattfärbungen.

Manche dieser Ahorne verändern sogar mehrmahls im Jahr ihre Blattfärbung.

So ist es kein Wunder das diese Pflanzenart auch bei vielen Bonsaigestaltern sehr beliebt ist. Auch auf dieser Bonsaiausstellung gab es einige Ahornbäume zu bewundern.

Zur Einstimmung gibt es einen sehr schön gestalten Beistelller:

Beisteller

Schönes altes verwittertes Holz im Kontrast zum jungen kräftigen grün der Pflanze.

Grüner Fächerahorn

Ein sehr schöner zweistämmiger Fächerahorn.

Nahaufnahme Fächerahorn

Nahaufnahme des Laubes am obigen grünen Fächerahorn.

Fächerahorn als Bonsai

Der gleiche grüne Fächerahorn von der anderen Seite betrachtet. Mir hat er von allen vier Seiten sehr gut gefallen! Im Hintergrund sieht man einen kleinen Teil der im Lapidarium ausgestellten Steinfragmente der Stuttgarter Stadtgeschichte.

Fächerahorn als Bonsai über einen Felsen

Dieser kleine Fächerahorn hat mir sehr gut gefallen. Er krallt sich regelrecht an dem Felsen fest und harmoniert mit der Bonsaischale sehr gut.

Fächerahorn mit roten Laub

Nahaufnahme roten Laubes von einem Fächerahorn.

Fächerahornwald

Blick in einen Wald aus Fächerahornen. Eine sehr schöne und ausgewogene Waldgestaltung. Auf mich wirkte sie sehr beruhigend und hatte eine meditative Ausstrahlung.

Nebari Dreispitzahorn

Erstaunlich, daß es nur einen Dreispitzahorn auf der Ausstellung zu bewundern gab? Oder habe ich noch weitere übersehen? Dieser eine hat zumindest ein sehr einddrucksvolles, flaches und breites Nebari.

Zelkove als Bonsai

Das Foto ist absichtlich so schräg aufgenommen worden um mehr Spannung in das Motiv zu bringen. Die Wirkung sollte ähnlich sein, wie wenn man einen Bonsai nicht mittig sondern versetzt in eine Bonsaischale pflanzt. Beides soll die Spannung und Aufmerksamkeit beim Betrachter erhöhen 😉

Eine sehr schöne Zelkove als Besenform gestaltet. Ein sehr schöner fein verzweigter Bonsai. Warum bei solch einem filigranen Bonsai ein grober Hauswurz auf der Substratoberfläche gefplanzt wurde ist mir ein Rätsel. Meiner Meinung zerstört diese optisch unpassende Kombination den Gesamteindruck spürbar. Eine ovale und niedrigere Bonsaischale würde diesen schönen Bonsai sicherlich noch besser zur Geltung bringen?

Ulme als Bonsai

Das dieser Bonsai eine japanische Ulme sein soll zweifel ich allerdings an. Ist wohl eher eine chinesische Ulme? Vielleicht wurde diese Ulme in einer Zeit importiert wo es Einfuhrbeschränkungen für Ulmen aus bestimmten asiatischen Ländern gab. Einige Importeure haben in dieser Zeit solche Ulmen einfach umtaufen lassen und neue oder andere Namen vergeben. Dadurch gibt es bis heute ein regelrechtes Wirrwar bei den Ulmenbezeichnungen. Manche Ulmen geistern auch heute noch als umgetaufte Zelkoven im Lande herum. Dadurch hat man Importbeschränkungen ausgetrickst.

Auf jeden Fall hat mir diese kleine Ulme sehr gut gefallen. Vielleicht sieht meine Chinesische Ulme in zehn Jahren auch so aus?

Feigenbaum als Bonsai

Zum Abschluß des heutigen Ausstellungberichtes noch einen kleinen Feigenbaum. Bei vielen Bonsaigestaltern verpönnt, da er oft als Massenware aus Asien in Baumärkten und sogar Supermärkten in minderer Qualität verkauft wird. Das man aus Gummibäumen auch gute Bonsai gestalten kann, zeigt dieser kleine mit Mehrfachstamm.

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

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