Gestaltungsüberlegungen an einer japanischen Zelkove

Im Juni letzten Jahres habe ich mich auch eine 6-jährige japanische Zelkove (Zelkova serrata) gegönnt.

Diese habe ich im angelieferten Kunststofftopf erst einmal wachsen lassen.

Auch über den Winter stand sie im Kunststofftopf. Allerdings wurde der Wurzelballen von einem Torf-Sandgemisch vor extremen Dauerfrösten geschützt.

Vor dem Winterschutz habe ich auch von diesem Bäumchen noch ein paar Fotos gemacht:

Zelkova serrata Ende 2012

Endlich konnte ich die Verzweigung im unbelaubten Zustand betrachten. Ganz schön viele kleine Äste.

Auf den ersten Blick zumindest für mich eher verwirrend? Im oberen Drittel ist eine Schnittstelle am Stamm zu sehen, die noch nicht optimal verheilt bzw. zugewachsen ist. Da werde ich beim Umtopfen mal genauer hinschauen. Die Ansicht ist ganz OK. Allerdings erscheint mir der Baum noch zu jung um eine klare Entscheidung für seine weitere Gestaltung zu treffen? Aber warten wir erst mal die weiteren Fotos ab.

Vorne ist die Erde angehoben. Offenbar drückt das starke Wurzelwachstum dem Baum bereits aus der Schale? Genaues werde ich beim Umtopfen sehen.

Zelkova serrata Ende 2012 Teil 2

Auch bei dieser Sicht ist mir der Stamm noch zu gleichmässig und verjüngt sich nicht nach oben. Sieht wie ein Stecken der in die Erde gerammt wurd aus.

Zelkova serrata Ende 2012 Teil 3

Mmh, kann mich nicht vom Hocker reissen.

Zelkova serrata Ende 2012 Teil 4

Sieht schon etwas besser als das Foto davor aus. Betonung liegt auf etwas.

Zelkova serrata Ende 2012 Teil 5

Die Windung oben am Stamm wirkt auf mich etwas seltsam? Wenn er dort jünger verlaufen würde, könnte mir diese Ansicht gefallen. Ist aber leider derzeit nicht der Fall.

Zelkova serrata Ende 2012 Teil 6

Da wird mir beim betrachten richtig schwindelig vom Astgewirr.

Zelkova serrata Ende 2012 Teil 7

Wie ein steifer Stock wirkt diese Sicht auf mich.

Zelkova serrata Ende 2012 Teil 8

Struwelpeter nach dem Laubfall 😉

Fazit:
Ich glaube es war nicht zu überlesen, dass ich den Baum derzeit überhaupt nicht mag und kaum etwas positives finden kann? Doch, das Herbstlaub ist herrlich. Aber im Winter wirkt er derzeit wie ein Struwelpeter oder das (noch) hässliche Entlein?

Nebari? Fehlanzeige. Aber vielleicht entdecke ich da beim Umtopfen mehr? Der Stamm verjüngt sich derzeit überhaupt nicht. Die vielen Äste verwirren mich nur.

Da ich mich für nichts begeistern kann, werde ich ihn als nächstes in einen geräumigen Teichtopf setzen und ein paar Jahre wachsen lassen. Der Stamm und das Nebari sollen erst mal dicker werden. Dann in ein paar Jahren ergibt sich vielleicht eine Gestaltungsform. Mit den feinen Ästen wäre sicher eine Besenform eine natürlich wirkende Option?

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

2 Kommentare zu Gestaltungsüberlegungen an einer japanischen Zelkove

  1. Kleinbonsai schrieb:

    Ich würde diese Zelkove vielleicht als frei aufrechte Form gestalten.Und das möglichst bald,bevor die Zweige zu starr werden.
    Unterhalb der Schnittstelle ist ein ziemliches Astgewirr.Vielleicht sollte man den Baum unterhalb der Schnittstelle abschneiden und aus dem Astgewirr einen Leittrieb stehenlassen?

  2. Bernd schrieb:

    @ Kleinbonsai

    an die aufrechte Form habe ich auch schon gedacht. Zudem kann man diese mit der Besenform kombinieren.

    Wo ich wieviel weg schneide ist mir noch nicht klar. Wollte eigentlich gestern mit dem Umtopfen anfangen. Aber der Schneeregen hat mich dann dann doch davon abgehalten. Zudem soll es noch ein paar frostige Nächte geben. Also werde ich das Umtopfen und den Formschnitt auf das Osterwochenende verschieben.

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