Silber-Weide – Salix alba als Bonsai
25. März 2009 von Bernd | 1 Kommentar
Die Silber-Weide eignet sich auf Grund ihrer sehr guten Schnittverträglichkeit ebenfalls sehr gut als Bonsai.
Aus ihr werden zum Körbe flechten aus jungen Ästen durch Rückschnitt Ruten gewonnen.
So entstand auch das typische aussehen der Weidenbäume!
Herkunft:
In ganz Europa außer Skandinavien bis nach Zentralasien.
Blatt:
schmale Lanzettenform mit kleinen Drüsen und am Rand gesägt. Oberseite grau- bis dunkelgrün. Unterseite graublau bis silbrig und behaart.
Rinde:
Junge Triebe sind gelb bis rotbraun und sehr biegsam.
Älteres Holz wird grau gefurchte Borke.
Winter:
Möglichst schattig im Garten den Ballen ohne Schale in die Gartenerde oder in einer Holzkiste mit Torf-Sand-Gemisch auf dem Balkon oder der Terrasse vor starken Frost schützen. Bei milden Temperaturen sollte das Substrat bzw. Erdreich angefeuchtet werden.
Bonsaieignung:
Sehr gut geeignet.
Beschaffung:
In Bonsaigärtnereien, Baumschulen und Gartencentern oder als Findling (= Yamadori).
Standort:
Vollsonnig. An sehr heißen Tagen sollte evtl. schattiert oder mehrmals am Tag gegoßen werden, damit das Substrat nicht austrocknet.
Giessen und Düngen:
Gleichmäßig feucht halten. Als Baumart aus Feuchtgebieten kann ein austrocknen des Ballens zu Schädigung des Baumes führen.
Gedüngt wird mit organischen Kugeldünger von Mai bis August.
Substrat:
2Teile Akadama, 1 Teil Humus mit guter Dränage
Umtopfen:
Das Wurzelwerk sollte auf Grund des starken Wurzelwachstums jährlich im Frühjahr überprüft werden und bei Bedarf stark gekürzt werden.
Gestaltung:
Alle Gestaltungsformen die auch in der Natur vorkommen.
Rückschnitt:
Dickere Äste werden im Frühjahr entfernt oder zurück geschnitten und mit Wundverschlußmittel behandelt.
Austriebe läßt man auf acht bis zehn Blätter austrieben und kürzt diese dann auf zwei bis drei Blätter.
Gestaltung einer typischen Kopfweide:
Der Stamm wird etwa auf die Hälfte der späteren Wunschhöhe gekürzt. Die daraus entstehenden Jungtriebe aus dem Kopfbereich läßt man auf zehn bis zwölf Blätter austreiben und schneidet sie danach auf drei bis vier Blätter zurück. Wenn man alle vier bis fünf Jahre alle Äste am Kopfansatz entfernt, entwickelt sich so der typische Kopf einer Weide.
Drahten:
da die Äste sehr biegsam sind, kann man die Silberweide sehr gut durch Drahten in Form bringen. Der Draht wird am besten im Frühjahr angelegt.
Auf Grund des schnellen Dickenwachstums sollte man den Baum regelmäßig kontrollieren, damit der Draht nicht einwächst.
Schädlinge und Krankheiten:
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Weitere Infos zu diesem Thema:
- Stieleiche – Quercus robur als Bonsai
- Acer palmatum – Fächerahorn als Bonsai
- Juniperus communis – Gemeiner Wacholder als Bonsai
- Malus sylvestris – Wildapfel als Bonsai
- Fagus sylvatica – Rotbuche als Bonsai
- Pyrus pyraster – Holzbirne als Bonsai
- Populus nigra – Schwarz-Pappel als Bonsai
- Acer buergerianum – Dreispitzahorn als Bonsai
- Taxus baccata – Geimeine Eibe als Bonsai
- Tilia cordata – Winter-Linde als Bonsai
Info zum Beitrag
geschrieben am Mittwoch, den 25. März 2009 um 14:21 Uhr
Tags: bonsai, Outdoor, salix alba, silberweide, weide


1. engelchen
Kommentar vom 15. Juli 2010 um 15:57
Schade, das hier noch kein Bild ist
Ich denke aber, das es auch eine Art ist die in den Gärten bzw. an der Straße zu finden ist. Hier gibt es zumindest einige Weiden, die eine silberne Blattunterseite haben
nur ob die behaart ist, das weiß ich jetzt nicht genau.