Fingerstrauch (Dasiphora fruticosa) als Bonsai

Der Fingerstrauch wird auch oft noch unter seinem Synonym Potentilla fruticosa bezeichnet. Auch in der Botanik wird von Zeit zu Zeit auf Grund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse der wissenschaftliche Name einer Pflanze überarbeitet.

[ad#google-text-468-15]Für den Wissenschaftler und Botaniker ist also nur Dasiphora fruticosa korrekt.

Für den Bonsaigestalter spielt es meist keine Rolle ob sein Pflegling nun Dasiphora fruticosa oder Potentilla fruticosa genannt wird.

Hauptsache er kann die Pflegemassnahmen korrekt bestimmen um so eine optimael Pflege und Gestaltung umsetzen zu können.

Vorkommen:
Frankreich, Großbritannien, Irland, Südschweden, Russland und Bulgarien.

Blatt:
Blattoberseite dünkelgrün und die Unterseite hellgrün und meist stark behaart.

Fingerstrauch als Bonsai

Rinde:
Braunrot und blättert im Alter in langen Fetzen ab.

Winter:
Der Fingerstrauch soll in Deutschland winterhart sein. Im Bonsaigarten Linda wird der Fingertrauch erfolgreich im freien Feld zum Bonsai vorbereitet.
In einigen Infoquellen wird von einer Winterhärte nur bis Minus 5 Grad geschrieben?

Bonsaieignung:
Schnittverträglich und verholzend und damit bestens zur Gestaltung als Bonsai geeignet.

Beschaffung:
Im Bonsai-Fachhandel und in Pflanzenmärkten.

Standort:
Heller bis sonniger Standort. Durch einen sonnigen Standort wird eine reichliche Blütenbildung gefördert.

Giessen und Düngen:
Das Substrat sollte nie austrocknen.
Gedüngt wird während der Wachstumsphase bis in den August.

Substrat:
1 Teile Anzuchterde oder Torf, 1 Teil mineralischer Anteil (Bims, Lavalit …), 1 Teil Akadama.

Umtopfen:
Alle zwei bis drei Jahre im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb.

Gestaltung:
Viele der klassischen japanischen Stilformen sind mit dem Fingerstrauch möglich.

Potentilla fruticosa als blühender Bonsai-Baum

Potentilla fruticosa als blühender Bonsai-Baum

Rückschnitt:
Die Grundform wird im Frühjahr durch schneiden gestaltet. Bei älteren Pflanzen fördert ein auslichten die Blühfreude.
Wenn auf weniger als 4 Blätter zurückgeschnitten wird, erfolgt meist keine Blüte.
So ist von Fall zu Fall abzuwägen, ob man gerade die Bonsaigestaltung verfeinern möchte oder ob man Blüten möchte?

Drahten:
Das Holz ist sehr brüchig, weswegen ein Drahten meist nicht in Frage kommt. Die Gestaltung sollte durch die Schnitttechnik gesteuert werden. In Einzelfällen kann durch vorsichtiges Spannen ein Ast leicht korrigiert werden.

Schädlinge und Krankheiten:
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Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

5 Kommentare zu Fingerstrauch (Dasiphora fruticosa) als Bonsai

  1. Hallo, Krankheiten beim Fingerstrauch wären vor allem Mehltau und Läuse. Mehltauempfindliche Sorten, wie ‚Kobold‘, ‚Red Ace‘ oder ‚Princess‘ bekommen ohne vorbeugende Fungizidbehandlung im Spätsommer generell Mehltau.

    Gruß Uwe!

  2. Bernd schrieb:

    @ Uwe Krötenheerdt
    Danke für die Ergänzung!

  3. Chris schrieb:

    Bei uns (in der Schweiz) ist der Fingerstrauch absolut winterhart. Grosswüchsige Sorten als Hecke, kleinwüchsige als Bodendecker. Daher würd ich sogar Winterhart bis -15 oder tiefer sagen. Wir lernen immernoch Potentilla als botanisch korrekten Namen.

  4. Andrea schrieb:

    Soll man die alte Rinde händisch entfernen oder sie am Baum belassen und wann soll man sie entfernen

  5. Bernd Schmidt schrieb:

    Hallo Andrea,

    wozu entfernen.
    Alt wirkende Rinde ist häufig ein Merkmal für einen alt wirkenden Baum!
    Also genau was die meisten Bonsaigestalter haben möchten.

    Die Rinde oder Borke würde ich nur entfernen, wenn man aus gestalterischen Gründen Totholz simulieren bzw. zeigen möchte um so das Alter und die Naturgewalten, welche der Baum gestroztz hat, zeigen zu wollen.

    LG
    Bernd

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