Grundwissen Bonsai

Grundwissen über Bonsai. Wo soll man da anfangen?

Das Thema Bonsai ist sehr vielfältig. Welche Kenntnisse hat ein Anfänger bereits?

In vielen Foren und Hilfeseiten wird häufig gefragt, wie man bei Schwierigeiten bei der Pflege eines Bonsai helfen kann?

Meist gar nicht. Meist reichen die Angaben des Fragenden nicht aus. Ein Rat ist in den meisten Fällen vergleichbar, mit einem telefonischen Arztbesuch. Um sich ein vollständiges Bild eines Bonsai-Patienten machen zu können, muss man den im Original sehen und begutachten können. Ohne eine solch gewissenhafte Analyse ist jeder Rat eine Gratwanderung und kann im schlimmsten Fall genau das Gegenteil bewirken. Ferndiagnosen sind meist nicht zuverlässig möglich und in manchen Fälle sogar unseriös.

Vorbeugen ist auch bei der Bonsaipflege die beste Möglichkeit um Frust bei der Pflege zu vermeiden. Wer sich nicht vorher über eine Pflanze informiert, braucht sich nicht wundern, wenn diese irgendwann kränkelt. Ein Auto darf man ja auch nicht ohne Führerschein fahren. Das soll nun aber nicht bedeuten, dass man zur Haltung eines Bonsai einen Führerschein benötigt. Viel Ärger und Frust lassen sich durch die Aneignung von Wissen vor dem Kauf vermeiden.

Bitte erst über Bonsai und die Pflanzenarten informieren und dann einen Bonsai kaufen, ziehen oder schenken lassen.

Bonsai ist die Bezeichnung Baum oder Pflanze in einer Schale. Ein Bonsai ist eine Pflanze wie jede andere auch. Sie wird, ab einem bestimmte Reifegrad, lediglich in einer Bonsaischale gehalten. Die Pflege erfordert durch den geringen Raum für die Erde und Wurzeln meist etwas mehr Aufmerksamkeit.

Mit etwas Grundwissen kann aber jeder einen Bonsai-Baum richtig pflegen und dauerhaft Spaß daran haben.

Bonsai Acer buergerianum über einen Stein

Bonsai Acer buergerianum über einen Stein

Wer sich noch nie mit Bonsai beschäftigt hat, mutmaßt manche Dinge. Deswegen lautet die allererste Frage:

Was ist ein Bonsai?

Seltsame Gerüchte und Unwissen geistern zu dieser Frage in Foren und auf Hilfeseiten herum. Schon seltsam wie ungeniert manche Menschen Halbwissen, Unwissen und Unsinn im Internet verbreiten. Bereits vor über 100 Jahren wurde manch Unsinn über Bonsai in Deutschland verbreitet. Es ist erstaunlich, dass solche Unwahrheiten immer noch im Internetzeitalter weiter verbreitet werden.

Bonsai sind keine verkrüppelten Pflanzen. Bonsai werden auch nicht schlecht behandelt, damit sie so klein bleiben. Im Gegenteil. Bonsai erhalten meist eine wesentlich bessere Pflege als ihre Verwandten in der Natur oder im Garten. Ein Bonsai muß nicht klein sein. Es gibt auch Bonsai die sind ein oder sogar zwei Meter hoch. Diese sind dann allerdings nicht mehr so handlich 😉

Von diesem Unwissen gibt es noch viel mehr …

Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, lest einfach Was ist ein Bonsai? und 7 Irrtümer über Bonsai.

Welchen Standort kann ich einem Bonsai bieten?

Eine sehr wichtige Frage über die man sich vor der Anschaffung eines Bonsai genaue Gedanken machen sollte.

Am einfachsten sind Outdoor-Bonsai zu pflegen. Zimmer-Bonsai oder Kalthaus-Bonsai sind da schon schwieriger in der Haltung, da sie sich in unseren zentralgeheizten Wohnungen meist nicht so wohl fühlen. Zuwenig Licht. Zu trockene Luft. Das mögen die wenigsten Baumarten. Nur wer ein beheizbares Gewächshaus oder einen Wintergarten hat, wird einige Arten gut über den Winter bringen. Tropische und subtropische Baumarten benötigen eine hohe Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit 12h Tageslicht. In unserem Winter haben wir teilweise nur 7h Tageslicht.

Unsere Räume haben durch Zentralheizungen meist eine zu geringe Luftfeuchtigkeit für solche Indoors. Wer dem Baum keine zusätzliche Beleuchtung bieten kann oder will, wird mit Blattverlusten rechnen müssen. Das ist meist normal. Da der Baum mangels Licht weniger Photosynthese machen kann, wirft er einfach überflüssiges Laub ab.

Kommt aber noch zu trockene Luft dazu, tun sich viele tropische Pflanzen schwer neues Laub zu bilden. Unter dem Bonsai eine Schale mit Kies, Bims oder Lavagestein, welches man feucht hält, kann das Klima um den Baum verbessern. Es wird aber kein tropisches oder subtropisches Klima ersetzen.

Bonsai im November auf dem Balkon

Bonsai im November auf dem Balkon

Bei einem Standort im Freien spielt die Lage eine wichtige Rolle. Südlicher Standort bringt viel Sonne und im Sommer je nach Umfeld eine hohe Hitze mit sich. Bei Bäumen die in einer Schale sind, ein schwieriger Standort. Genügend Wasser ist hier im Sommer wichtig. 2 bis 3x gießen am Tag kann da notwendig werden.

Westseiten können ab dem Mittag bis in den Abend sonnig sein. Mein Balkon ist auch auf einer Westseite. Durch die windgeschützte Lage und Architektur gab es Sommer auch schon über 50 Grad Celsius! Zudem ist in unseren Breitengraden die Westseite die Wetterseite. Wind, Regen, Schnee und Hagel können da eine weitere Herausforderung sein. Regelmäßig den Wetterbericht beobachten ist da absolutes Muß! Im Zeitalter von Wetter-Apps geht dies inzwischen recht zuverlässig. So konnte ich einige Bonsai und Akzentpflanzen vor Sturmböen rechtzeitig auf windgeschützte Plätze umstellen.

Die Ostseite ist ein recht guter Platz für viele Pflanzenarten. Keine Wetterseite und am Vormittag sonnig. Die Nordseite ist überwiegend schattig. Je nach Umfeld kann man aber auch in diesem Bereich einige Pflanzen und Baumarten kultivieren.

In einem Garten können die Verhältnise ganz unterschiedlich sein. Bäume können Schatten spenden. Hecken, Büsche und andere Pflanzen im Umfeld beeinflußen hier das Mikroklima stark. Auf Terrassen und Balkonen hat man meist ein extremeres Mikroklima als in Gärten. Wenn die Sonne scheint, kann sich dieser Bereich schneller aufheizen.

Bonsai im Garten von Walter Pall

Bonsai im Garten von Walter Pall

Wichtig. Als erstes unbedingt den Standort wählen. Danach kann es an die Auswahl eines Bonsai-Baumes gehen. Das gute daran ist, daß durch den Standort schon viele Pflanzenarten ausscheiden. Von den übrig gebliebenen Arten wählt man dann einen oder mehrere Favoriten.

Vor- und Nachteile bei der Haltung von Bonsai

Einen Standort hat man bereits ermittelt. Nichts wie los in den nächsten Bonsailaden. Stop. Um Enttäuschungen zu vermeiden, wäre es hilfreich wenn man weitere Punkte beachtet.

Auch die Pflege von Bonsai-Bäumen hat Vor- und Nachteile. Die wesentlichen habe ich hier aufgelistet:

Vereinfacht gesagt überwiegen die Pros den Contras. Aber was nützt es wenn ein Contra nicht umgesetzt werden kann? Im schlimmsten Fall kann das einen Bonsai zunichte machen.

Hat man keine zuverlässige Gieß-Vertretung im Urlaub, kann ein Bonsai schnell im Bonsai-Himmel enden.

Indoor- oder Outdoor Bonsai?

Auf den ersten Blick eine unscheinbare Frage, welche von Anfängern aber oft im Vorfeld nicht bedacht wird.

Es gibt keine Zimmer-Bonsai. Solche Pflanzen kümmern meist in unseren Wohnungen vor sich hin und verenden über kurz oder lang. Der Begriff Zimmer-Bonsai ist eine Erfindung von verkaufstüchtigen Pflanzenhändlern. Der Begriff erweckt beim Kunden den falschen Eindruck, daß die angebotene Pflanze dauerhaft im Zimmer haltbar ist.

Die Praxis zeigt, daß die meisten Indoor-Bonsai im Zimmer vor sich hinkümmern und irgendwann langsam aber sicher so geschwächt sind, daß sie sterben.

Nur wer im Winter viel Licht, hohe Luftfeuchtigkeit und passende Temperaturen den Indoor-Pflanzen bieten kann, wird dauerhaft Freude an ihnen haben. Ein beheiztes Gewächshaus oder Wintergarten wären hier optimal. Oder ein klimatisiertes Pflanzenzelt wäre eine mögliche Lösung. Die meisten Pflanzen können vom Frühjahr bis in den Herbst im Freien gehalten werden.

Schema Pflanzenzelt Fig. 7

Schema Pflanzenzelt Fig. 7

Kalthauspflanzen können kühl überwintert werden. Dies sind meist Pflanzen aus mediterranen Regionen.

Und wer ganz sicher gehen will und seine Bonsai im Freien halten kann, wird mit Outdoor-Bonsai seine Freude haben. Das geht natürlich nur, wenn man einen Stellplatz für den oder die Bonsai im Freien hat. Einen Garten, eine Terrasse oder einen Balkon.

Dennch benötigen einige Outdoor-Bonsai im Winter einen leichten Frostschutz. In einer Bonsaischale ist wenig Raum. So können manche Arten ohne zusätlichen isolierenden Schutz geschädigt werden. Alles was isoliert kann hier verwendet werden. Ein Schneeschicht isoliert übrigens auch und schützt so einen Baum! Einbuddeln im Garten, in eine Kiste mit Laub, Torf oder anderen isolierenden Materialien sind hier die üblichen Methoden. Ein Kellerschacht oder eine unbeheizte Garage oder Gartenhaus sind auch zur Überwinterung für manche Arten geeignet.

Outdoor-Bonsai im Freien sind meist viel pflegeleichter als Indoor-Bonsai in der Wohnung.

Mehr Informationen über Indoor-Bonsai, Kalthaus-Bonsai und Outdoor-Bonsai findet ihr hier:

Meine persönlichen Favoriten sind Outdoor-Bonsai von heimischen Baum- und Straucharten. Warum? Weil die Pflege im Winter sehr einfach ist. Etwas Schutz in Form von Rindenmulch, Laub oder Torf. Kaum Gießen. Außer an milden frostfreien Tagen. Ein bis zwei Spritzungen gegen Pilze und Insekten. Ein schattiger Platz, damit es durch Sonne und Frost keine Zerspannungs-Risse in die Rinde gibt. Das ist alles was es im Winter zu tun gibt. Dafür geht die Arbeit im Frühjahr meist richtig los. Umtopfen, Grundgestaltungen, Drahtungen …

Ist ein Bonsai etwas für dich?

Hört sich im ersten Moment blöd an? Ist es aber nicht.

  • Habe ich Platz und wenn ja dann wo und wieviel?
  • Ein Bonsai als Indoor oder Outdoor?
  • Wer versorgt und gießt den Bonsai bei Abwesenheit?

Eine genauere Betrachtung dieser 3 Fragen findest du unter Ist ein Bonsai etwas für mich?.

Wenn bei der ersten oder dritten Frage ein Nein herauskommt, dann laß es mit Bonsai. Ohne einen Platz bringt es nichts. Ohne zuverlässige Gießversorgung im Urlaub, ist die Wahrscheinlichkeit eines Pflanzenverlustes sehr hoch.

Hast du alle Fragen positiv beantworten können, kann es zum nächsten Schritt gehen.

Die Auswahl eines Bonsai

Das ist am Anfang ganz schwer!

Für die meisten wahrscheinlich die schwierigste Entscheidung?

Soll der Bonsai aus Samen gezogen werden?
Das dauert am längsten bis der Baum wie ein Bonsai aussieht. Ist aber auch recht günstig. Allerdings braucht man dazu auch schon einiges an Fachwissen, damit man überhaupt weiß, wann man welchen Pflege- und Gestaltungsschritt macht.

Fängt man mit einer Jungpflanze an? Dauert auch recht lang. Ist aber günstig. Auch da ist Grundwissen hilfreich, damit man schneller zu einem vorzeigbaren Bonsai kommt.

Kauft man einen jungen Bonsai?
Ist schon etwas teurer, dürfte aber bei vielen Bonsai-Fans noch im Budget liegen. Bei guter Pflege und Gestaltung hat man schnell eine schönen Bonsai.

Kauft man einen großartigen reifen Bonsai?
Die teuerste und einfachste Möglichkeit. Von 100 bis mehreren 1000 Euro ist da alles möglich. Mit dem Kauf ist es allerdings nicht getan. Damit der Bonsai ein Bonsai bleibt braucht es auch Fachwissen, damit er gesund und in Form bleibt. Hat man das nicht, ist es besser den Bonsai von einem Fachmann regelmässig bearbeiten zu lassen.

Holt man sich einen Baum aus dem Wald und gestaltet diesen zum Bonsai? Die Auswahl von Rohmaterial aus dem Garten oder der Natur ist nicht einfach. Auch die Gestaltung erfordert schon einiges an Fachwissen. Neben der gestalterischen Vision, braucht man auch Kenntnis wann man einen Baum aus der freien Natur am besten entnimmt, ohne daß dieser Schaden nimmt.

Das sind nur einige Punkte die man vor dem ersten Bonsai entscheiden darf.

Und dann gibt es noch ein paar markante Punkte die bei der Auswahl einer geeigneten Pflanze zu berücksichtigen wären. Mit diesen Kriterien wählt man einen besseren Bonsai oder Rohmaterial aus. Besseres Rohmaterial ist leichter zu gestalten. Man muß daran weniger korrigieren. Mehr darüber findet Ihr unter der Auswahl eines Bonsai.

Wo kaufe ich einen Bonsai?

  • Supermarkt
  • Pflanzen-Center
  • Baumschule
  • Ebay
  • Online-Bonsai-Händler
  • Bonsai-Fachhandel – Bonsaigestalter

Wenn man einen Bonsai nicht aus Samen zieht oder einen Findling (Yamadori) hat, führt der Weg zu einem Kauf.

Je nach Alter und Reifegrad der Gestaltung kann ein Bonsai-Baum unterschiedlich viel oder wenig kosten. Die preisliche Bandbreite habe ich unter „Was kostet ein Bonsai?“ mal näher betrachtet. Von ein paar Euro bis zu mehreren tausend Euro ist da alles möglich. Alles eine Frage des Budgets oder was man für einen Bonsai ausgeben möchte.

Die Einkaufsmöglichkeiten habe ich im Bericht „Wo kaufe ich einen Bonsai?“ genauer beleuchtet. Um eine Pflanze genau beurteilen zu können muß man diese in Natura sehen. Über das Internet geht das nicht. Da fehlt die dritte Dimension. Auf Fotos wirken die meisten Bonsai auch ganz anders als in echt. Wer richtig Geld ausgeben möchte, sollte sich einen Bonsai immer vor Ort beim Fachändler oder Bonsaigestalter aussuchen. Dort bekommt er auch qualifizierte Beratung. Einige bieten auch Urlaubspflege oder andere Pflege-Dienstleistungen rund um den Bonsai an.

Diese Auflistung von Händlern und Gestaltern erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auf bonsaizone.de könnt ihr nach weiteren Händlern nach Postleitzahl in eurer Region suchen.

Ein Onlinekauf ist schwierig. Bei günstigen Bäumen mag das noch Ok sein. Sobald die Bäume teurer werden sollte man ihn vor Ort begutachten. Nur so sieht man ob auch alles den Vorstellungen entspricht. Nur so sieht man ob der Baum gesund ist.

Die passende Bonsaischale?

Zu einem Bonsai-Baum gehört auch eine passende Bonsaischale. Harmonisch sollte diese sein. Dabei gibt es allerdings viele Punkte zu beachten. Die Schale sollte nicht zu aufdringlich sein. Sie sollte den Charakter des Bonsai unterstützen. Wie der Rahmen ein großartiges Gemälde unterstützt.

Für einfache und günstige Bonsai wird man sich nicht so intensiv mit diesem Thema beschäftigen. Aber spätestens wenn man einen reifen, schönen, harmonischen und teuren Bonsai-Baum sein eigen nennt, wird man sich auch über die passende Bonsaischale Gedanken machen.

Kriterien bei der Wahl der passenden Schale und verschiedene Bezugsquellen habe ich unter Alles über Bonsaischalen beschrieben und aufglistet.

Bonsaipflege

Endlich hat man sich für eine oder mehrere Pflanzen entschieden. Man hat die meisten Voraussetzung in der Auswahl des Bonsai und den Pflegemöglichkeiten berücksichtigt.

Beim ersten Bonsai ist die Begeisterung zu Beginn sehr hoch. Meistens will man irgend etwas machen. Zurückschneiden oder sonst irgendwie gestalterisch eingreifen. Zumindest bei mir war das so. Aber auch bei vielen Bonsaifreunden war das am Anfang nicht anders. Das Fachwissen ist noch gering. Die Erfahrungswerte sind sehr gering.

Wenn es Laubbäume sind wird man sich sehr schnell wundern, wie schnell diese die ursprüngliche Form verändern. Die meisten Pflanzen, so auch Bonsai-Bäume, haben den Drang zum Licht zu wachsen. An den meisten Standorten ist dies nach oben. Nach einigen Wochen und Monaten sieht ein gesunder Bonsai so gar nicht mehr nach Bonsai aus. Er nimmt die Form von einem Busch an. Wann schneidet man und wo?

Aber das sind nicht die einzigen Pflege-Fragen die da auftauchen werden. Gehen wir mal die wichtigsten Punkte durch.

Standort

Das Thema hatten wir schon zu Beginn. Ich hoffe ihr habt den Standort für euren Bonsai auch vorher in die Auswahl der in Frage kommenden Pflanzen berücksichtigt?

Der Standort hat auch starken Einfluß auf viele Pflegemassnahmen. Gießen, Düngen, Wachstum und Überwinterung können je nach Standort unterschiedliche Anforderungen an den Bonsai-Pfleger stellen.

Substrat für Bonsai

Über die Erdmischung für einen Bonsai streiten sich Experten seit es Pflanzen und Bonsai gibt. Solche Diskussionen bringen nichts.

Im Prinzip ist es ganz einfach. Die Erdmischung muß der Pflanze, dem Standort und seinem Mikroklima, dem Gießen, dem Düngen und den Möglichkeiten des Pflegers angepasst werden!

Am Ende kommen da unterschiedliche Substratmischungen heraus. Die eigene optimale Erdmischung muß jeder für sich selbst heraus finden! Zu unterschiedlich sind die Standorte von Pfleger zu Pfleger.

Meine Grundmischung besteht zu 1 Teil Anzuchterde oder torfhaltige Erde. 1 Teil mineralisches Substrat wie Lavalit oder Bimskies oder einer Mischung daraus. Und 1 Teil Akadama. Je nach Pflanze und Standort verändere ich zum Teil das Mischungsverhältnis.

Die meisten Pflanzen bekommen bei mir diese Standard-Mischung. Die Schwarzerle bekommt 50% Anzuchterde oder torfhaltige Erde, da sie auch länger Wasser verträgt und keine Wurzelfäule davon bekommt. Ja, Schwarzerlen lieben sogar Wasser.

Mögliche Bestandteile für Substratmischungen habe ich unter Substrat – Erdmischung beschrieben. Auch eine Diskussion von Bonsai-Experten im Forum des Bonsai Club Deutschland habe ich Die richtig Substratmischung für Bonsai näher betrachtet und meine Einschätzung dazu gegeben.

Am besten eine Grundmischung machen. Die Bäume beobachten und im Bedarfsfall die Mischung auf die persönlichen Gegebenheiten anpassen.

Keine Zeit oder Lust eine Erdmischung zu machen?

Kein Problem. Im Fachhandel gibt es fertige Erdmischungen für Laubbäume, Nadelbäume und Azaleen. Diese erfüllen den gleichen Zweck. Auch im Versandhandel sind solche Substrate erhältlich.

Bonsai giessen

Das richtige Gießen von Bonsai ist nicht immer einfach. Das Gießverhalten ist vom Standort, dem Mikroklima dort, dem Substrat, der Pflanzenart, dem Pflanzenalter und dem Düngen abhängig.

Alles klar?

Nö?

Ausprobieren und falls notwendig korrigieren.

Mineralische Substrate halten Wasser weniger lang. Öfter gießen als bei humus oder torfhaltigen Substraten ist da oft erforderlich. An heißen Sonnentagen und sonnigen Standort muß auch mal 2x oder 2x am Tag gegossen werden.

Im Winter bei Bonsai im Freien wird bei Frost gar nicht gegossen. Der Baum stellt bei Frost die Wasseraufnahme ein. Da bringt gießen nichts. Bei milden Wintertemperaturen muß man allerdings dem Bonsai-Baum mit etwas Wasser versorgen, damit die Erde feucht bleibt, da er sonst vertrocknen könnte!

Bei Zimmerbonsai wird das Gießen im Winter eine richtige Herausforderung. Beheizte Räume haben meist eine viel zu geringe Luftfeuchtigkeit. Viele Indoor-Bonsai fühlen sich da unwohl. Blattverlust und Vertrocknung von Ästen oder dem ganzen Bonsai können die Folge sein. Zuviel Gießen führt aber bei manchen Bäumen sehr schnell zu Wurzelfäulnis und Schäden am Baum! Das passende Gleichgewicht muß  man erst einmal herausfinden.

Regenwasser ist meist besser als Haushaltswasser. Wobei es dabei auch auf den Kalkgehalt ankommt. Kalkhaltiges Wasser sollte man vorher entkalken. Einige Methoden dafür habe ich unter Bonsai gießen beschrieben. Einige wenige Pflanzenarten mögen Kalk. Da kann ein entkalken entfallen.

Bonsai düngen

Einen Bonsai düngen. Was ist dabei zu beachten?

Im Sommer im Freien geht das recht leicht. Wenn genügend gewässert wird, erfolgt die Düngung entweder über Dünge-Pellets auf der Substratoberfläche. Oder man gibt flüssigen Dünger in das Gießwasser.

Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Dünger am besten nach Anweisung des Herstellers anwenden. Die Düngung ist, auch vom Gießen, dem Substrat und der Pflanzenart abhängig.

Kaum ein Dünger beinhaltet alle Nährstoffe. Öfter mal mit anderen Dünger düngen, so ensteht keine einseitige sondern ausgewogenere Düngung der Bonsai.

Bonsai im Winter

Das Überwintern von Bonsai ist für viele Bonsaipfleger eine kritische Phase im Jahr. Bei Outdoor-Bonsai werden diese meist schattig mit Frostschutz in Form von in die Erde eingraben, mit Laub, Torf, Erde oder anderen isolierten Stoffen und Materialien geschützt. Keine Sonne, da dadurch bei Frost Zerspannungsrisse am Stamm oder Ästen erfolgen könnte.

Vorsicht auch bei Spätfrösten nach milden Tagen und Wochen im Spätwinter oder Frühjahr. Manche Pflanzen sind bereits im beginnenden Frühling und könnten durch extremen Spätfrost kaputt gehen!

Ein Wintergarten oder unbeheiztes Gewächshaus bieten hier sehr gute Bedingungen. Auch im Winter bzw. Frühjahr treiben die Bäume darin meist viel früher aus. Mit Frostschutz sind solche Winterstandorte auch sehr gut für mediterrane Bonsai-Pflanzen geeignet.

Bei Bonsai im Zimmer gestaltet sich die Winterpflege oft schwierig. Blattverlust beim Bonsai tritt häufig auf. Gründe dafür sind zuwenig Licht, zu niedrige Luftfeuchtigkeit, zuwenig gegossen oder zuviel gegossen. Meist ist es eine Kombination die zum Blattverlust führt. Bei einigen Pflanzen ist ein Teil-Blattverlust aber normal. Das ist eine natürliche Anpassung an die geringere Lichtmenge.

Am einfachsten ist die Überwinterung von Outdoor-Bonsai. Bei Zimmerbonsai wäre die Simulation eines tropischen Klimas mit 12h Licht optimal. Vincent hat darüber berichtet wie man das mit einem Pflanzenzelt für Bonsai machen kann.

Bonsai umtopfen

Je nach Alter und Größe des Bonsai wird ein Bonsai Baum irgendwann mit seinen Wurzeln die Bonsaischale ausgefüllt haben. Auch die Schalengröße und die Pflege und der Gesundheitszustand des Bonsai spielen da eine Rolle.

Sobald die Schale durchwurzelt ist, wird es schwieriger den Bonsai ausreichend mit Wasser und Dünger zu versorgen. Es muß umgetopft werden.

Hainbuche #1 - März 2014 - Vorbereitung zum Umtopfen

Hainbuche #1 – März 2014 – Vorbereitung zum Umtopfen

Wie das geht, habe ich unter Bonsai umtopfen mit fotografischer Anleitung beschrieben. Auch André beschreibt in seinem Beitrag am Beispiel eines Fächerahorn das Umtopfen.

Mit dem Umtopfen wird meist auch der Wurzelballen zurück geschnitten. Wieviel ist von der Baumart abhängig. Manche Arten können darauf empfindlich reagieren. Die meisten benötigen allerdings einen Rückschnitt, damit sich auch der Wurzelballen gleichmässiger verzweigen kann und sich ein schönerer Wurzelansatz entwickelt. Neues Wurzelwachstum wird durch den Rückschnitt der Wurzeln angeregt.

Die Wurzeln werden beim Umtopfen sternförmig ausgerichtet. Bei sich kreuzenden Wurzeln werden diese nebeneinander ausgerichtet. Ist dies nicht möglich, wird eine davon entfernt. Dickere Wurzelen werden stark gekürzt. Dadurch entstehen über die Jahre viele feine Wurzeln, welche sich immer mehr verdichten und nach vielen Jahren oder Jahrzehnten einen dichten dicken Wurzelballen bilden. Bis dahin ist Geduld angesagt.

Bonsai schneiden

Viele Anfänger wollen nach dem Kauf eines Bonsai irgendwann mit schneiden beginnen. Nicht immer ist das sinnvoll. In einigen Fällen kann es sogar der falsche Zeitpunkt sein.

Schneiden ist nicht gleich schneiden.

Wenn man einen Bonsai nicht schneidet wird daraus irgendwann ein Busch oder normaler Baum.

Das Bonsai schneiden ist also ein wichtiger Teil der Bonsaigestaltung und Pflege. Je nach Gestaltungszeitpunkt gibt es unterschiedliche Gründe warum mann einen Bonsai schneidet.

In der Grundgestaltung läßt man einen Laubaum oft stark austreiben. Wenn ein Ast die gewünschte Dicke erreicht hat, wird kräftig zurück geschnitten. Aus den kurzen Aststumpen entwickeln sich schlankere Neutriebe. Bei starkem Rückschnitt meist sehr viele. Soviele, das es schwer ist sich für die richtigen zu entscheiden. Aber nur mit kräftigen Rückschnitt erzielt man einen sich verjüngenden Ast. Das sieht natürlicher aus.

Bei einem reifen Laubbaum-Bonsai wird man meist nur einen leichten Rückschnitt machen. Damit will man die Form und Gestalt erhalten. Meist möchte man damit auch die Feinverzweigung verfeinern.

Mit dem richtigen Schnitt kann man sogar einen Bonsai ohne Drahten oder Spannen gestalten. An Hand der Knospen ist der Austrieb ersichtlich. Man schneidet auf die Knospe zurück die in die gewünschte zukünftige Astrichtung zeigt. Nachdem Rückschnitt reagieren die meisten Laubbäume mit Neuaustrieb der Knospe oder Knospen am Astende.

Bei ganz gesunden Laub-Bäumen kann man auch bei einigen Baumart einen Blattschnitt machen. Das macht nur bei Baumarten Sinn, wo man die Blattgröße verrigern möchte. Durch einen Blattschnitt benötigt der Baum sehr viel Energie um neues Laub zu bilden. Das Dickenwachstum ist eingestellt. Die neuen Blätter bleiben bei den meisten Baumarten kleiner.

Bei manchen dicht belaubten Bonsai macht man einen Blattschnitt. So soll auch Licht in die Äste darunter gelangen. Dadurch wird an diesen Neuaustrieb angeregt.

Einen Bonsai schneiden ist ein sehr vielseitiges Thema. Gründe zum schneiden gibt es viele. Weitere Infos darüber findet ihr im Artikel „Warum an einem Bonsai schneiden?“.

Bonsai drahten

Einen Bonsai drahten ist eine weitere Möglichkeit um die Äste und den Stamm in die gewünschte Form zu bringen.

Als Bonsai-Einsteiger wird man sich mit Aludraht leichter tun. Dieser ist leichter zu biegen und kann auch korrigiert werden. Zudem ist Aluminium kostengünstiger.

Kupferdraht ist eher für die Geübteren geeignet. Er ist härter und härtet nach dem Drahten auch noch aus. Man kann ihn also nur einmal drahten. Bei Fehlern hat man Kupferschrott.

Nicht jede Baumart kann man durch drahten gestalten. Pflanzen mit empfindlicher Borke sind dafür nicht geeignet. Diese werden durch schneiden und spannen gestaltet. Drahten kann man solange der Stamm oder die Äste noch biegsam sind. Sind diese ausgehärtet, ist drahten nur schwer bis kaum noch möglich.

Leichte Korrekturen können dann durch spannen der Äste vorgenommen werden. Stärkere Korrekturen sind dann oft nur durch kräftigen Rückschnitt und Neuaufbau des Astes sinnvoll.

Bonsai spannen

Wenn sich Äste nichte mehr drahten lassen können diese durch Bonsai spannen noch korrigiert werden. Hierzu wird ein Ast mit einem Draht nach unten gebogen. Der Draht wird an der Schale oder am Stamm befestigt.

Auch der Abstand zwischen zwei Ästen kann durch spannen mit einem Draht verändert werden. Damit es an den Ästen keine Druckstellen oder Wunden vom Draht gibt, kann man einen Schlauch an dieser Stelle um den Draht legen.

Gut geeignet sich hier Luftschläufe aus dem Aquariumhandel. Aber auch ein Stück eines alten Fahrradschlauches.

Auch bei empfindliche Ästen kann das Spannen eine Möglichkeit zur Gestaltung des Bonsai sein.

Bonsai-Werkzeug

Braucht man spezielles Werkzeug für die Pflege und Gestaltung von Bonsai?

JAEIN?!

Es kommt darauf an.

Bei einem günstigen Bonsai aus einem Supermarkt würde ich mir ehrlich gesagt kein teures Bonsaiwerkzeug kaufen. Da wäre das Werkzeug mehr wert als der Bonsai. Bei einem günstigen Bonsai-Bäumchen geht die Pflege meist mit bereits im Haushalt vorhandenen Gerätschaften.

Eine gute Gartenschere reicht oft schon für das schneiden von Ästen. Meine Betonung liegt auf Gute. Die Gartenschere sollte so gut sein, daß sie die Äste nicht quetscht! sonst richtet man damit nur Schaden am Baum an.

Ein Blattschnitt geht zur Not auch mit einer guten Schere. Küchenschere, Papierschere. Auch hier darauf achten, daß die Schere gut in Schuß ist um Quetschungen beim Schnitt zu vermeiden.

Mehr wird man für einen einfachen Bonsai nicht brauchen.

Wenn man mehrere oder sehr wertvolle Bonsai-Bäume sein eigen nennt, gibt es viel häufiger etwas an den Pflanzen zu tun. Hier mal ein Blattschnitt. Formerhaltungsschnitt. Dort mal eine Grundgestaltung mit kräftigen Rückschnitt.

Ab da lohnt sich die Anschaffung von speziellen gutem Bonsaiwerkzeug.

Bonsaiwerkzeug

Bonsaiwerkzeug

Bonsaiwerkzeug gibt es aus Japan und aus China. Die Produkte aus China sind meist von geringerer Qualität. Spart euch das Geld und kauft euch gleich eine Bonsaischere aus Japan. Die kostet zwar 2 – 3x soviel, dafür hält die bei guter Pflege auch sehr lange.

Bonsaiwerkzeug gibt es aus schwarzem Stahl und Edelstahl. Edelstahl ist pflegeleichter, dafür aber auch spürbar teurer. Zudem ist Edelstahl weniger scharf und auch schwerer zum nachschärfen. Wie man auf dem Foto sieht sind alle meine Scheren und Zangen aus schwarzem Stahl. Diese sind schärfer. Diese kann man auch leichter schärfen. Und günstiger sind sie auch. Allerdings braucht schwarzer Stahl etwas Pflege, da er sonst Rost ansetzen kann. Etwas Ballistol oder Kamelienöl schützen davor.

Gutes Bonsaiwerkzeug für den Einstieg:

  • Bonsaischere groß oder klein, je nach Größe der ersten Bonsai-Bäume
  • Konkavzange oder Knospenzange zum entfernen und kürzen von Ästen

Das war es schon!

Dennoch gibt es noch reichlich Arbeitshilfen und Werkezug die man sich je nach Budget oder Gefallen so nach und nach kaufen kann. Jedes Werkzeug erleichtert bestimmte Arbeiten. Meist wird das Werkzeug an die bestehenden Bäume angepasst. Deswegen kann man auch nicht von Anfang an sagen, welches Bonsaiwerkzeug für einen Anfänger das richtige wäre.

  • Bonsaischere groß – eignet sich für Blattschnitt und der Kürzung von Ästen
  • Bonsaischere klein – eignet sich wie die große Bonsaischere für die gleichen Arbeiten an kleineren und dicht belaubten Bäumen
  • Konkavzange zum entfernen von Ästen. Der gekonnt angewendete Konkavschnitt sorgt für eine schneller verheildende Schnittwunde!
  • Knospenzange eignet sich auch zum schneiden von Ästen. Meist für die dickeren Äste. Aber auch am Stammansatz entfernte Äste kann man damit noch die Schnittwunden bearbeiten, damit eine saubere Überwallung schneller und glatter erfolgen kann.
  • Wurzelzange für einen sauberen Schnitt an dickeren Wurzeln. Eignet sich zum Teil auch bei Totholzarbeiten zum spleißen der Holzfasern.
  • Wurzelkralle zum austopfen eines Bonsai. Mit ihr kann man ihn leichter aus einer Bonsaischale heben. Zudem kann man mit der Wurzelkralle auch den Wurzelballen auskämen.
  • Drehteller, damit man den Bonsai-Baum leichter bearbeiten kann. Den gibt es aus Kunststoff bis zum neigbaren aufwändigen Arbeitstisch.
  • Einfache Eßstäbchen zum fixieren eines Bonsai beim umtopfen und zum unterstochern von frischem Substrat zwischen die Wurzeln.
  • Ballistol oder Kamielöl zur Pflege von Werkzeug aus schwarzem Stahl.
  • Alu- oder Kupferdraht zum drahten der Äste
  • Ballbrause für kleine Bonsai, damit beim Gießen nicht die ganze Erde weggeschwemmt wird.
  • Bonsai-Gießkanne. Meist aus Kupfer und über 100€ teuer. Spezielle Aufsätze sorgen für eine feine Verteilung des Wassers, sodaß die Substratoberfläche nicht davongeschwemmt wird.

Nun hat man einen oder mehrere Bonsai-Bäume. Man ist mit dem passende Werkzeug ausgestattet. Vielleicht hat man auch schon die ersten Pflegemassnahmen gemacht? Man hat sich im Internet und in Büchern über Bonsai schlau gemacht. Wissenslücken wurden reduziert.

Glaubt mir. Über Bonsai-Bäume lernt man nie aus!

Wenn man besser werden will braucht es mehr. Weiterbildung durch Kurse und Workshops sind da hilfreich. Bei einem Bonsaimeister eine Ausbildung machen ist eine Möglichkeit, um schnell viel Wissen anzueignen. Es gibt in Deutschland und Europa inzwischen einige Bonsai-Meister die in Japan bei bekannten Bonsai-Meistern in der Ausbildung waren. Einige davon geben auch hier in Europa ihr Wissen weiter. Auch Bonsaischulen gibt es inzwischen in Europa.

Aber die Zeit und den Willen dürften die wenigstens für solch eine mehrjährige Ausbildung haben?

Dennoch gibt es in vielen Regionen auch Workshops von erfahrenen Bonsaigestaltern. Dort kann man sein Wissen vertiefen und festigen. Ein Teil von Bonsai ist auch Übung. Die Gestaltungen sind zum Teil auch handwerkliches als auch künstlerisches Können und Geschick. Das kann man durch üben lernen.

Bonsaiausstellung des AK Aichtal-Filder

Bonsaiausstellung des AK Aichtal-Filder

Auch der Besuch von Bonsaiausstellungen ist eine sehr gute Möglichkeit sich einen Überblick zu verschaffen. Man kann sich von den ausgestellten Bonsai-Bäumen inspirieren lassen. Bei näherer Betrachtung kann man aber auch manches über die Bonsaigestaltung lernen. Auch die Diskussion mit den Ausstellern bringt oft neue Erkenntnisse.

Bonsai kann mehr als nur ein Baum in einer Schale sein. Bonsai kann eine Lebeneinstellung sein. Bonsai kann ein Weg sein. Bonsai ist ein Teil der buddhistischen Philosophie.

Kommt halt darauf an was man daraus macht. Wie man Bonsai empfindet. Wie man Bonsai sieht.

Dieser lange Blogartikel kann nicht alles Bonsai-Themean behandeln. Er soll für den Bonsai-Anfänger und Interessenten ein erster Überblick über die wichtigsten Bonsai-Themen sein. Ich hoffe es läßt sich durch die Vielfalt niemand davon abschrecken?

Nicht alles muß man zu Beginn wissen. Wenn man aber dieses Wissen hat kann man es bei der Pflanzenwahl und Pfelge sinnvoll einsetzen. Man spart sich manche Fehlentscheidung. Fehler wird man dennoch den ein oder anderen machen. Aber das gehört zum Leben. Aus denen sollte man lernen und es danach besser machen.

Viel Spaß beim Einstieg in das Hobby Bonsai!

Euer

Bernd

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