Bonsaigestaltung als Literat – Bunjingi

Bunjin-ga ist die japanische Bezeichnung für chinesische Tuschezeichnungen, welche meist schroffe Landschaftsmotive darstellen. Darin sind auch Bäume in dieser Stilform abgebildet.

Diese Tuschezeichnungen entstanden im Zen-Buddhismus. Das Studium der Askese kommt so bei dieser Gestaltungsform zum Ausdruck.

Eine schlanke kopfbetonte Gestalt.

Juniperus squamata

[ad#google-text-468-15]Die Stilform zum Literat gilt als relativ schwierig. Zwar sieht sie auf den ersten Blick relativ einfach aus. Schließlich braucht man ja nur einen dünnen Stamm und ein paar Äste im Kopfbereich.

Aber gerade diese Minimaliserung macht eine gute Gestaltung schwierig. Damit der Bonsai Alter darstellt, werden meist nur Bäume mit ausdrucksstarker Borke verwendet. Das Gleichgewicht zwischen einem guten Literat und einer skurrilen Form ist wie eine Gratwanderung.

Wie sieht ein Literat aus?

Ein schlanker Stamm der im unteren Bereich keine Äste oder nur Totholz-Stummel hat. Erst im oberen Drittel trägt der Baum Äste.

Welche Bäume eignen sich für einen Literaten?

Kiefern, Wacholder, Lärchen, Zedern und Laubbäume mit kleinen Blättern.

Welche Bonsaischalen unterstreichen den Literat am besten?

Eine relativ flache, runde, quadratische, sechseckige oder achteckige Schale die zurückhaltend wirkt.
Der Baum ist fast immer in der Mitte der Schale positioniert.

Bei Bäumen die im Kaskaden oder Halbkaskaden-Stil kombiniert sind, sind die Schalen tiefer.

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

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