Stachelbeere (Ribes uva-crispa) als Bonsai

Heute möchte ich euch eine als Bonsai seltene Strauchart vorstellen.

Das Exemplar habe ich auf einer Bonsai-Ausstellung gesehen und war begeistert!

Manche Besucher rümpften zwar die Nase. Aber mir zeigt es mal wieder, daß man aus fast jedem verholzenden Pflänzchen einen vorzeigbaren Bonsai gestalten kann!

Nun habe ich natürlich ordentlich nach der Stachelbeere als Bonsai recherchiert. Und ich muß zugeben es war sehr ernüchternd! Es gibt darüber fast keine Informationen.

Lediglich Wolfgang Kohlhepp erwähnt die Möglichkeit in seinem Buch Schritt-für-Schritt zur Bonsaikunst. Leider nur sehr oberflächlich, ohne nähere Angaben zur Pflege der Pflanze.

Die Stachelbeere ist ein Strauch der je nach Art oder Züchtung etwa sechzig Zentimeter bis ein Meter hoch wächst.

Herkunft:
In ganz Europa bis in den Himalaya und nach China vorkommend.

Bisher konnte man durch viele Verwilderung den Ursprung der Herkunft nicht nachvollziehen.

Blatt:
Grüne mehrfach gezahnte Blätter

Rinde:
Grau Borke die im Alter markant aussieht.

Ribes uva-cripsa als Bonsai

Winter:
Winterhart.
Bei Überwinterung in einer Bonsaischale ist ein zusätzlicher Kälteschutz zu empfehlen.

Bonsaieignung:
Drahten ist manchmal schwierig, da daß Holz relativ schnell brüchig ist.
Alternativ lassen sich die Stachelbeeren aber durch spannen und schneiden gut gestalten.

Stachelbeere als Bonsai

Beschaffung:
Garten-Fachhandel, Baumschulen, Garten-Yamadori oder Abmoosen.

Standort:
Sonnig.

Stachelbeeren

Giessen:
Zwischen dem Gießen sollte das Substrat abgetrocknet sein.

Düngen:
Gedüngt wird nach der Blüte bis in den Sommer.

Substrat:
1 Teil Torf oder Anzuchterde, 1 Teil mineralisches Substrat (Lavagranulat, Bims), 1 Teil Akadama.

Umtopfen:
Jungpflanzen jährlich. Ältere Pflanzen alle zwei Jahre.

Gestaltung:
Die meisten klassischen Gestaltungsformen wie frei, streng aufrecht realisierbar.

Rückschnitt:
Vor dem Neuaustrieb im Winter / Frühjahr bis in den September möglich.

Drahten:
Sobald die Äste verholzt sind werden sie brüchig.
Statt dem Drahten sollte man die Pflanze durch Spannen und Schneiden gestalten.

Schädlinge und Krankheiten:
?

2 Comments

  1. Alexander 17. Juli 2011
  2. Heinz Buser 11. September 2013

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