Kerb-Buche (Fagus crenata) als Bonsai

Da die Kerb-Buche aus Japan stammt, findet man sie in Deutschland eher selten.

Wenn dann meist als Ziergehölz in Parks. Dort kann aus ihr ein bis zu 35 Meter hoher Baum werden.

[ad#google-text-468-15]In Japan ist die Kerb-Buche ein recht beliebter Baum für die Bonsaigestaltung. Aber auch auf europäischen Top-Bonsai-Ausstellungen sieht man immer wieder prächtige Exemplare. Das faszinierende für mich, ist die hellgraue Rinde.

Im deutschen Sprachraum wird die Kerb-Buche auch noch Gekerbte Buche genannt. In einem Bonsaibuch fand ich auch die Bezeichnung Japanische Rotbuche? Ich denke hier handelt es sich um einen Übersetzungfehler aus dem Englischen in das Deutsche? Zumindest habe ich bei meiner Recherche nirgendwo eine Japanische Rotbuche gefunden. Aus Japan stammt lediglich noch die Japanische Buche (Fagus japonica). Diese wird in ihrer Heimat auch gerne als Bonsai gestaltet.

Die noch jungen Blätter sind von der Kerb-Buche wohl essbar. Habe leider keine Kerb-Buche in meinen Bonsai-Bestand. Sonst hätte ich mal einen Geschmackstest gemacht. Aus den Samen kann man Öl als auch Kaffeersatz machen. Die Samen selbst sind sowohl roh als auch gegart essbar. Allerdings in zu grossen Mengen wirken sie giftig.

Herkunft:
Japan.

Blatt:
Wird 5 bis 10 cm lang mit 7 – 10 gekerbten Seitennerven und wächst wechselständig.
Das Laub bleibt, wie bei unserer Rotbuche, über den Winter am Baum hängen.

Rinde:
Glatt und hellgrau.

Kerbbuche (Fagus crenata) als Bonsai

Kerbbuche (Fagus crenata) als Bonsai

Winter:
Möglichst schattig im Garten den Ballen ohne Schale in die Gartenerde oder in einer Holzkiste mit Torf-Sand-Gemisch auf dem Balkon oder der Terrasse vor starken Frost schützen. Insbesondere das Wurzelwerk sollte für harten und langen Frost geschützt werden. Bei milden Temperaturen sollte das Substrat bzw. Erdreich angefeuchtet werden.

Bonsaieignung:
Als schnittverträgliche Pflanze ist auch die Kerbbuche gut zur Bonsai-Gestaltung geeignet.

Beschaffung:
In Deutschland meist nur über den Bonsaifachhandel, manchmal auch in Baumschulen.

Standort:
Sonnig bis halbschattig. Im Sommer mit Sonnenschutz, da die Blattränder schnell braune Ränder bekommen können.

Giessen und Düngen:
In der Wachstumszeit darf fast täglich gegossen werden. Im Winter sollte das Substrat nicht ganz austrocknen.
Gedüngt wird im Frühjahr etwa 2 Wochen nach dem sich die Knospen geöffnet haben, bis in den Herbst hinein.

Substrat:
1 Teil Torf, 1 Teil mineralisches Substrat (Lavagranulat, Bims), 1 Teil Akadama

Umtopfen:
Junge Pflanzen alle zwei Jahre im Frühjahr. Ältere Pflanzen sobald das Wurzelwerk die Bonsaischale ausfüllt.

Gestaltung:
Am natürlichsten wirken aufrechte, mehrstämmige und Waldgestaltungen. Auf Grund der Blattgrösse, wirkt die Kerbbuche als mittlerer bis grosser Bonsai harmonischer.

Rückschnitt:
[ad#co-1]Je nach Entwicklungsstatus am besten im Frühjahr.

Bei einem jungen Bonsai kann man die Neuaustriebe wachsen lassen, bis sie im Ansatz verholzen und danach auf zwei bis drei Knopsen zurück schneiden.

Zur Erhaltung eines reifen Bonsai, wird im Frühjahr bis auf zwei Knospen zurück geschnitten bzw. werden die jungen Knospen bis auf die zwei entfernt.

Drahten:
Drahten ist im Winter bzw. im unbelaubten Zustand und vor dem Neuaustrieb im Frühjahr an Jungen Trieben am besten realisierbar. Damit an der Rinde keine Druckstellen durch den Draht bekommt, ist eine regelmäßige Kontrolle der Drahtung hilfreich. Meist ist das Dickenwachstum so schnell, dass der Draht bereits vor dem Zweitaustrieb entfernt werden muss.

Schädlinge und Krankheiten:
Im Sommer zu sonniger Stand mit Wind und zu wenig Gießwasser kann zu vertrockneten Blatträndern führen. Ein Halbschattiger Standort bringt Abhilfe.

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

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