Acer pseudoplatanus – Bergahorn als Bonsai

Der Bergahorn wird über 30m hoch und kann 500 Jahre alt werden.

Aus dem Blutungssaft wurde im Frühjahr  Zuckerersatz gewonnen.

Der Saft kann als Most oder Weinähnliches Getränk ausgebaut werden.

Und das Laub kann als Schaf- oder Ziegenfutter verwendet werden.

Der imposante Baum auf dem Foto wurde zwischen Oberstdorf und dem Freibergsee aufgenommen. Dort gibt es einige ältere Exemplare die als Vorbild für eine Gestaltung eines Bonsai dienen könnten.

Herkunft:
Süd- und Mitteleuropa in den Mittelgebirgen und den Alpen.

Bergahorn

Blatt:
mit fünf Lappen. Ein Blatt wird 15 bis 20 cm lang.

Rinde:
hell-braun-grau und glatt, später schuppig und abblätternd.

Standort:
Sonnig bis halbschattig. Zu hohe Hitze im Sommer kann zu Blattabwurf führen.

Winter:
Er ist sehr frostfest. Wer aber sicher gehen möchte sollte schattig im Garten den Ballen ohne Schale in die Gartenerde oder in einer Holzkiste mit Torf-Sand-Gemisch auf dem Balkon oder der Terrasse. Bei milden Temperaturen sollte das Substrat bzw. Erdreich angefeuchtet werden. Möglichst schattig ohne Sonne.

Bonsaieignung:
Zwar ist der Bergahorn schnittverträglich, allerdings bleiben seine Blätter relativ groß. Deswegen sollte die geplante Bonsaigröße über 50 cm liegen.

Beschaffung:
Meist nicht so häufig im Bonsaihandel. Als ein bis zweijährige junge Pflanze aber oft als Findling im Garten oder Parkanlagen zu finden (bitte immer vorher den Eigentümer um Erlaubnis fragen).

Standort:
Sonnig bis halbschattig. Zu hohe Hitze im Sommer kann Blattabwurf zur Folge haben.

Giessen und Düngen:
Der Bergahorn benötigt viel Wasser. An heißen Sommertagen wird man ihn mehrmals am Tag gießen müßen. Da er auch auf Kalkboden wächst, verträgt er auch sehr gut Kalkhaltiges Gießwasser!
Gedüngt wird vom Austrieb bis in den August am besten mit organischen Kugeldünger.

Substrat:
2 Teile Akadama, 1 Teil Anzuchterde, 1 Teil mineralisches Substrat wie Lavalit oder Bimskies.

Umtopfen:
Bei jungen Bäumen jedes Jahr, bei älteren alle zwei bis drei Jahre.

Gestaltung:
Am natürlichsten sind die Besenform und die aufrechte Form.

Rückschnitt:

Bei Jungpflanzen oder Rohlingen im Frühjahr mit Wurzelrückschnitt, damit der Baum an den Schnittstellen nicht zu stark nachblutet.
Bei einer Trieblänge von 3 bis 7 Blattpaaren erfolgt der nächste Rückschnitt. Der folgende Austrieb wird bereits früher gekürzt um einen 3. Austrieb zu erreichen. Bei diesem wird nach erscheinen der ersten 1-2 Blattpaare pinziert. Dadurch wird das Wachstum des Astes gestoppt.
Bei einem gesunden Baum kann im Mai ein Blattschnitt kleinere Blätter zur Folge haben.

Drahten:
ist bei bis zu 2 Jahre alten Ästen möglich. Ältere Äste und Bereiche können nur noch durch in die gewünschte Richtung gespannt werden.

Schädlinge und Krankheiten:
hier können echter Mehltau und andere Pilzkrankheiten auftreten.

Auf Web-News gibt es einen interessenten Artikel über den Berg-Ahorn: Baum des Jahres 2009

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

3 Kommentare zu Acer pseudoplatanus – Bergahorn als Bonsai

  1. engelchen schrieb:

    15-20 cm für ein Blatt ist gar nicht so klein.Ahorn ist hier oben einer der häufigsten Bäume, fand ich interessant das du das mit dem Schaf/Ziegenfutter erwähnt hats. Meine Ziegen bekommen auch immer die abgeschnitten Zweige und lieben sie. Interessant fand ich auch das bis zu zwei Jahre alte Zweige gedrahtet werden könen und danach gespannt. Da hab ich gemerkt, das ich deinen Blog doch noch nicht so gut kenne, ich weiß gar nicht was spannen bedeutet.Da werde ich wohl mal nachforschen müssen 😉

  2. Bernd schrieb:

    @ engelchen
    Mit spaenn ist gemeint wenn man einen Ast mit einem Draht nach unten spannt.
    Siehe auch unter http://www.bonsai-als-hobby.de/grundwissen/spannen/

  3. redscorpion012 schrieb:

    ich wusste nicht das bei einem baum soviel verwertet werden kann, ich habe mal was von ahornsirup gelesen aber das man ziegen damit füttern kann ist mir neu genauso daraus wein herzustellen.da muss man wohl mal ins mittelalter zurück reisen.sehr interresant.

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