Ficus microcarpa (retusa) – Bayanfeige als Bonsai

Der Ficus auch Gummibaum oder Feige genannt ist eine sehr artenreiche Baumart.

Es sind derzeit über 800 verschiedene Ficus-Arten bekannt, welche hauptsächlich in den Tropen aller Kontinente vorkommen.

Entsprechend vielfältig sind auch die Größen und das Aussehen der Bäume und Blätter.

Eine Charaktereigenschaft aller Arten ist der Milchsaft (Latex) unter der Rinde. Auch der europäische Feigenbaum gehört zur Familie Ficus!

Vorkommen:
Südostasien
Helles subtropischen Klima.

Blatt:
derbe ledrige dunkelgrüne Blätter mit kurzer dumpfer Spitze.

Ficus microcarpa

Ficus microcarpa

Rinde:
Junge Triebe sind zu Beginn bräunlich und werden mit dem Alter grau mit weißer unregelmäßiger Masserung.

Winter:
nicht winterhart

Bonsaieignung:
Auf Grund seiner sehr guten Schnittverträglichkeit sehr gut als Bonsai geeignet. Da er aber nicht winterhart ist, sollte man für die kalte Jahreszeit einen Platz für ihn haben, wo die Temperatur nicht unter 15 Grad fällt und möglichst viel Licht verfügbar ist.

Ficus retusa als kleiner Bonsai-Baum

Ficus retusa als kleiner Bonsai-Baum

Beschaffung:
Im Fachhandel gibt es oft eine große Auswahl von der Jungpflanze bis zum bereits gestalteten Bonsai in verschiedenen Altersabstufungen.

Standort:
Im Sommer (Mai bis Oktober) am besten im Freien hell bis sonnig. Bei Temperaturen unter 15 Grad sollte man vorsichtig sein. Wobei dies nur für längere Kälteperioden gilt eine kühle Nacht mit 12 Grad verträgt ein Ficus normalerweise ohne Schaden.
Im Winter ist ein heller bis sonniger Ort mit minimal 15 Grad oder höher empfehlenswert.

Bayanfeige (Ficus microcarpa) als Bonsai-Baum

Bayanfeige (Ficus microcarpa) als Bonsai-Baum

Giessen und Düngen:
Durchdringend gießen und zwischen den Wassergaben sollte die Erdoberfläche abgetrocknet sein. Staunäße wird genauso wenig vertragen wie ein durchtrockneter Wurzelballen. Beides kann zum Abwurf einiger Blätter führen.
Während der Wachstumszeit reichlich düngen und in der lichtärmeren Jahreszeit wesentlich weniger.

Substrat:
2 Teile Anzuchterde oder Torf, 1 Teil Akadama, 1 Teil mineralischer Anteil wie Bims oder Lavalit

Umtopfen:
Je nach Alter alle ein bis fünf Jahre. Ein Wurzelschnitt wird sehr gut vertragen.

Gestaltung:
Im Prinzip ist fast jede Form machbar. Das typische Aussehen eines Urwaldficus sind eine flache Krone in Form eines Regenschirmes und ein verwundener Stamm im hohen Alter auch mit Luftwurzeln.
Wenn ein schnelles Dickenwachstum des Stammes gewünscht wird, sollte man die ersten zwei Jahre den Baum austreiben lassen. Danach werden die Triebe auf die Wunschlänge zurück geschnitten und über die Jahre durch drahten und spannen in die gewünschte Form gebracht.

Rückschnitt:
wird sehr gut vertragen und ist fast das ganze Jahr über möglich. Wobei in den sommerlichen Monaten ein Neuaustrieb schneller wahrscheinlich ist.
Für eine feinere Verzweigung und zur Formerhaltung wird ene Blattschnitt sehr gut vertragen. Dies sollte man am besten in einer der Wachstumsphasen und nur bei gesunden Pflanzen machen. Dabei wird nur das Blatt ohne Stengel abgeschnitten. Der Stengel vertrocknet danach und fällt ab. An der Achsel treibt ein neues Blatt das bei sonnigem Stand kleiner sein wird aus.

Drahten:
Ist auf Grund mehrerer Wachstumsphasen im Jahr auch über das ganze Jahr möglich. Dabei sollte man immer den Draht immer wieder kontrollieren, damit er nicht in das Holz einwächst und unschöne Schnitt und Druckstellen hinterläßt.
Bei älteren Ästen steuert man die Wuchsrichtung durch spannen der Äste.

Vermehrung:
Am einfachsten über Stecklinge. Beim Formschnitt die verholzten Stücke in einen Joghurtbecher mit Wasser stellen. Nach 3-6 Wochen haben sich die ersten weißen Wurzeln gebildet. Nun kann man diese Stecklinge in Substrat pflanzen und von klein auf die Form bestimmen.
In der Fachliteratur wird meist empfohlen die Stecklinge in Anzuchterde in einem kleinem Anzuchtgewächshaus mit Bodenwärme (Heizung, Heizkabel oder Heizmatte) zu ziehen. Bei mir hat dies nicht so zuverlässig wie die Joghurtbechermethode funktioniert.

Schädlinge und Krankheiten:

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten.
Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

40 Kommentare zu Ficus microcarpa (retusa) – Bayanfeige als Bonsai

  1. tini schrieb:

    hi hier ist tini,
    ich habe nicht viel ahnung von pflanzen, deshalb hab ich mir einen ficus ginseng (bei ikea) gekauft, ich dachte mir wie du schreibst: dass ich dann wenigstens nicht so viel geld in den sand setze.
    jedenfalls ist mein bäumchen ganz schön mickrig. folgendes ist passiert es sind ein paar neue äste ausgetrieben si auch immer fleißig weiterwachsen, allerdings sind so ziemlich alle äste die beim kauf dran waren mittlerweile komplett verholzt und tot(?)
    ich habe jetzt also eine wurzel mit drei vier, sehr langen, ästen, das sieht leider ziemlich doof aus und auch nicht wirklich gesund, wie schaff ich es dass aus der wurzel wieder neue triebe kommen?

    liebe grüße und vielen dank!
    tini

  2. Bernd schrieb:

    Sorry per Ferndiagnose kann keiner eine passende Antwort oder Ratschlag geben.
    Grundlage für die Kultur eines Bonsai ist das man sich vor der Anschaffung über die Pflanze bzw. die Bonsaiart genau informiert um zu wissen wie man ihn optimal pflegen kann.
    Dann lassen sich auch solche Fehler vermeiden.

    Also erst einmal genau informieren. Hier im Blog die Grundlagen durchlesen oder in Bonsaiforen nachlesen und erst dann loslegen.

  3. Milli schrieb:

    @ tini
    schneid einfach die triebe beim 2. blatt ab… damit entsteht ein saftstau und die „schlafenden augen“ werden aktiviert un so wachsen dan auch wieder mehr triebe:) hab bei meinem mal komplett alles abgeschnitten… sind richtig viele nachgekommen:)… sieht nur anfangs bissle blööd aus wennn keine blätter drann sin aba des dauert nich lange:)… und die abgeschnittenen teile kannste in en wasserglas stellen und bewurzeln:)

  4. Lilly schrieb:

    Hallo Leute,

    ich hab von meiner Mama einen ficus ginseng geschenkt bekommen und pflege ihn nach Anleitung und trotzdem lässt er fleißig Blätter fallen.

    Liebe Grüße Lilly

  5. Bernd schrieb:

    Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:
    – weniger Licht als vorher
    – möglichst viel Licht (Sonne) bieten
    – zuviel gegossen
    – zuwenig gegossen
    – zu kalkhaltig gegossen
    – ausgefüllter Wurzelballen = umtopfen
    – unpassende Erde (lehmig und hart) = umtopfen

    Aber per Ferndiagnose ist hier kaum eine Hilfe möglich, da oft auch mehrere Faktoren gleichzeitig auftreten können.

  6. Richard schrieb:

    ich habe auch schon seit März einen solchen Bonsai.
    da die grünfärbung der Blätter nachließ habe ich beschlossen mit dem düngen zu beginnen, da ich die Gieß methode mit dem eintauchen bevorzuge habe ich auch dort den Bonsaidünger reingetan. jetzt habe ich aber das problem dass sich an dem Stammanfang unten und in dessen umgebung kleinerweißer schimmel bildet. Außerdem habe ich vereinzelt gelbe blätter die dann auch abfallen.
    Wie ist dem entgegenzuwirken ist die düngmethode falsch, soll ich ihn umtopfen und die schimmligen wurzeln wegmachen?

  7. Bernd schrieb:

    @ Richard
    entweder zu naß, zuwenig Frischluft, zuwenig Sonne und oder weniger optimales Substrat.

    Beim jetzigen Wetter würde ein sonniger Standort im Freien Abhilfe bringen?

    Beim Ficus sollte zwischen dem Gießen die Erde abtrocknen. Dadurch entwickeln sich auch neue kleine und feine Wurzeln. Permanente Näße kann sogar zur Fäulnis führen.

    Allerdings ist das Gießverhalten sehr stark vom verwendeten Substrat (Erde) abhängig. Wenn du normale Blumenerde oder reines Torf verwendest, tritt der Schimmel leichter auf, da diese Erde die Feuchtigkeit meist lange hält. Und wenn der Bonsai im Zimmer steht, verdunstet um diese Jahreszeit meist die Feuchtigkeit nur langsam. Die Folge kann dann Schimmel sein.

    Ich würde den Bonsai in sein Substrat mit höherem mineralischen Anteil umtopfen. Ich nehme da Lavalit, Bimskies und Akadama (gebranntes Lehmgranulat aus Japan) und etwas Anzuchterde mit je gleichen Anteilen. Der Lehm und die Anzuchterde speichern das Gießwasser und den Dünger. Das lose mineralische Substrat sorgt für ein abfließen von überschüssigen Gießwasser und hat auch noch einige Mineralien für den Baum.
    Beim Umtopfen sollten verfaulte Wurzeln (sind weich bzw. matschig, bis auf den gesunden (festen) Bereich zurück geschnitten werden. Danach ruhig ein paar Tage trocken und schattig stellen. Gedüngt wird erst wenn sich der erste Neuaustrieb zeigt, da sonst durch den Dünger Wurzelverbrennungen möglich sind. Gegossen wird sobald die Erde abgetrocknet ist. Ein trockener Tag schadet nicht.

  8. Richard schrieb:

    na mit dem gießen warte ich immer bis es abgetrocknet is und als substrat hab ich bonsaierde ich werd den jetzt ma umtopfen bissl schattig stellen und dann nach draußen tun (wie is das eig. draußen dann mit regen und so is das schlimm wenn der da viel regen abkriegt auch wenns ablaufen kann?)

  9. Bernd schrieb:

    @ Richard
    Regen mag der Ficus!
    Die meisten Ficus-Arten kommen aus dem Regenwald.
    Wenn die Bonsaischale Abflußlöcher hat und diese nicht verstopft sind, kann da nicht viel passieren.
    Deswegen mischen die meisten Bonsaipflege mineralische Bestandteile in das Substrat, was zum einen auflockert und Staunässe vermindert.
    Bonsaierde ist nicht gleich Bonsaierde.
    Wenn du humus- oder Torfhaltige Fertig-Bonsaierde gekauft haben solltest, würde ich diese mit Bimskies oder Lavagranulat noch auflockern und damit verbessern.

  10. Amalthea schrieb:

    Ich habe vor ca. einem virtel jahr an meinem 1 jährigem Steckling einige grüne Kugeln entdeckt. laut Internet bekommt diese Ficussorte jedoch keine Früchte oder ähnliches. Was könnte das also sein? bei der „Mutterpflanze“ die 9 jahre alt ist hatte ich so etwas nie und auch an meinen anderen Stecklingen nicht.

  11. Bernd schrieb:

    @ Amalthea
    Ohne konkrete Benennung der Pflanze kann dir da keine eine fachgerechte Antwort geben.

    Wenn ich meine Glaskugel befrage würde die wohl auf Früchte tippen.

  12. Heike schrieb:

    Ich habe einen Ficus micocarpa als Bonsai vor 4 Jahren geschenkt bekommen. Im Sommer steht er immer draußen auf dem Balkon. 1x pro Woche tauche ich ihn, in den Sommermonaten bekommt er Bonsaidünger. Bisher war immer alles schick. Jetzt der Schreck: plötzlich sind jede Menge gelbe Blätter da und Teile des dicken verzweigten Stammes (Wurzeln?)ganz weich (verfault??).
    Ist mein Bäumchen noch zu retten? Was muß ich machen? (Kann ich ihn jetzt umtopfen oder ist das zu anstrengend für die Pflanze und gäbe ihr den Rest?) Was habe ich evtl. falsch gemacht? (Staunässe habe ich vermieden.)

  13. Bernd schrieb:

    @ Heike
    ich bin gerade im Urlaub und kann per Ferndiagnose und ohne Bilder keine Einschätzung geben.

    Aber wenn du mit ein paar Fotos und näherer Beschreibung dein Anliegen in eine Bonsaiforum stellst, kann man dir sicherlich helfen.

    Wichtig sind dabei allerdings aber gute Fotos.
    Sonst kann dir da auch niemand helfen.
    Am besten noch mit Angaben, welche Erde du verwendest. Wann das letzte Mal umgetopft wurden bzw. wann das letzte Mal die Wurzeln zurück geschnitten wurden?
    Was für eine Erde wird verwendet? …

    MFG
    Bernd

  14. Bonsai-Neuling schrieb:

    gute nacht,
    ich habe zwei bonsai banyafeigen und die stehen im kinderzimmer bei sohnemann am fenster.
    dort sind es wenn ich lüfte mal unter 14- 14 gradf und sonst maximal 17 bis 18 aber meist 17 grad.
    ist das so ok?
    ich sehe auch, das die seite, die zru sonne hinzeigt also zum fenster neue azstriebe bekommt kleine grüne blätter.
    ist das eigentlich normal, das ein ficus im winter austreibt?
    ich kenne esw nur so ab frühjahr wenns wärmer und das licht heller ist aber ich war schon erstaunt das die azstreiben und mein gummibaum im wohnzimmer blätter wegen dunkelheit verliert.

    der eine ist auch in eine kleine mickrige schalem so das ich vor hatte den umzutopfen.
    welche erde muss ich verwenden?
    kaufe alles bei der bonsaischule wenddorf.
    habe schon akandaerde aber nur die wirds nicht bringen oder?

  15. Bernd schrieb:

    @ Bonsai-Neuling
    Wenn du den Artikel gelesen hättest, wären schon einige Fragen bentwortet gewesen.

    Den Rest findest du über die Suchfunktion.

    Sorry, mit solch pauschalen Fragen wird dir niemand für dich passende Antworten geben könnnen.

    Ein Ficus ist eine subtropische Pflanze, warum sollte diese bei entsprechenden Bedingungen nicht auch bei uns im sogenannten Winter austreiben?

    Ob die Bonsaischale passend oder unpassend ist, kann man ohne Bild nicht beurteilen.
    Akadamaerde ist sicherlich nich ganz falsch. Umtopfen sollte man aber erst im Frühjahr wenn der Baum richtig ausreibt.

  16. Deshojo schrieb:

    Hallo Bernd,

    da Du Biologie studierst, wirst Du mir mit einer Ficus spezifischen Frage sicher weiterhelfen können.

    Oft sieht man (beispielsweise bei Ficus benjamina)zwischen dem Übergang vom Blattstiel zum Blattanfang wachsartige tropfenförmige Ausscheidungen.

    Handelt es sich hierbei um Guttation und gibt es dazu eine gesicherte und belegbare wissenschaftliche Quelle?

    Gruß,
    Pit

  17. Bernd schrieb:

    @ Deshojo

    warum sollte ich mit 47 Jahre Biologie studieren? Wie kommst du auf diesen Gedanken 😉

    Aber auf http://de.wikipedia.org/wiki/Guttation kann man das auch nachlesen.

    Ich selbst habe diese auch schon einmal bei einer Orchidee beobachtet. Da die Tropfen auf Grund des Zuckergehaltes etwas klebrig waren, dachte ich erst an einen Befall von Schildläusen oder anderen Läusen, die ja auch eine Zuckerlösung produzieren. Allerdings konnte ich keine Läuse welcher Art auch immer finden.

    Und die Orchidee hat munter für weitere Jahre Blütenrispen produziert.

    Ach, Biologie studiert Vincent Staat. Der schreibt hin und wieder hier im Blog ein paar Fachartikel.

    MFG
    Bernd

  18. Deshojo schrieb:

    Hi Bernd,
    da habe ich Dich doch tatsächlich mit Vincent Staat verwechselt.

    Der Begriff der Guttation ist mir natürlich geläufig.
    Mir geht es explizit um die artspezifische Wachsauscheidung bei Fici, also darum, ob diese Art der Wachsabsonderung ebenfalls als Guttation bezeichnet werden kann und ob es darüber irgendwo eine seriöse wissenschaftliche Aussage gibt.

    P.S. Wikipedia ist übrigens keine gesicherte
    wissenschaftliche Quelle.

    Gruß,
    Pit

  19. david Zimmere schrieb:

    ich habe mir vor kurzem auch einen Bonsai Baum gekauft! Einen gensing Fictus warmhausbonsai. Bei der Pflege bin ich mir noch etwas unsicher, arbeite aber durch intensive Reschärche daran. Denn so ein miniatur baum zu pflegen ist nicht leicht. Außerdem ist der Baum zwichen 7-8 Jahren alt, da ist die Pflege wieder anders wie bei einem Jungbaum. War vieleicht nicht die richtige Idee gleich einen großen Bonsai zu kaufen. Jetzt habe ich ihn aber und werde ihn so gut pflegen wie es mir gelingt. Nach einiger Reschärche im Internet und Büchern habe ich beschlossen mir noch einen Bonsai zu kaufen. Diesmal habe ich daran gedacht einen eigenen Bonsai Wald aus gleichen Exemplaren zu erstellen. Solch eine Bonsaiart kann man auch von klein an groß ziehen. Wenn ich erlich bin interessiere ich mich für das Thema Bonsai seit recht kurzer Zeit. Ein Natur Freund war ich schon immer gewessen und hab schon daran gedacht mir einen eigenen kleinen Baum ins Haus zu holen. Da wäre der Bonsai genau das richtige, da er auch die volle bracht der Natur in miniatur wiedergibt. Naja, vor einer Woche war es dan entlich soweit der erste Bonsai kam ins Haus also in mein Zimmer. Von nunan habe ich beschlossen meine Interessen der Bonsai Kunst zu wiedwen. Jetzt werde ich mir von zeit zu zeit immer mehr Exemplare holen. Also wenn sie mir vieleicht gute Tipps zur Pflege meines Bonsais geben wollen senden sie diese auf meine E-mail Adresse.

  20. Bernd schrieb:

    Infos verschickt man heutzutage nicht mehr per Mail 😉

    Du kannst aber gerne neue Artikel per RSS oder über Twitter oder Facebook verfolgen.

    Und wenn du konkrete Fragen hast findest du sicherlich bei über 900 Artikeln, auf die meisten hier im Blog eine Antwort.

    Falls dennoch nicht kannst du deine Fragen gerne zu den relevanten Artikeln als Kommentar kund tun.

    Schönen Gruss
    Bernd

  21. Nadine schrieb:

    Hallo ihr Lieben!

    Brauche dringend einen Rat.
    Ich habe seit über 2J. einen 45 Jahre alten Bonsai (Lorbeerfeige). Ihm ging es stets gut (dünger, Rückschnitt, regelm. Bewässern). Seit ca. 6 Wo. allerdings lässt er nur noch Blätter fallen. Es sieht aus, als vertrocknen diese (Rollen sich ein & werden braun/ trocken). Dank Messsonde weiß ich aber, er ist stets mäßig feucht. Gelegentlich lasse ich ihn etwas trockenere Erde bekommen. Vor fast 2 Wo. habe ich ihn umgeerdet- spezielle Bonsaierde, Rückschnitt einiger Wurzeln & Äste, Spezialdünger & diese (nicht günstigen) Japanischen „Kügelchen“ zum Auflockern der Erde beigefügt. Trotz all meiner Bemühungen lässt er unverändert Blätter, neue Triebe kommen zwar, werden aber teilweise vor dem Öffnen bereits an der Spitze Braun. Die Äste fühlen sich mal trocken, mal gummiartig an.
    Ich habe keine Ahnung mehr, was ich machen soll und habe (bitte nicht lachen) schon weinend neben dem Baum gesessen, da ich das Gefühl habe ihm beim Sterben zu zu sehen.
    Der Standort ist nicht verändert worden.
    Er hat mit mir schon einige Schädlinge überstanden. Und hat defenitiv keine Schädlinge.
    Bitte, bitte… kann mir Jemand Helfen, einen Rat geben. Irgendetwas muss doch zu machen sein.
    Lieben Gruß,
    eine Bonsailiebhaberin

  22. Bernd schrieb:

    @ Nadine
    Per Ferndiagnose kann man nur raten.
    Wenn du Fotos per Mail schicken könntest, könnte man diese zur Beurteilung im Blog den anderen Bonsai-Fans zeigen.

    So würde ich auf zu lange zu viel Feuchtigkeit tippen?
    Das würde den Symptomen entsprechen. Durch zuviel Wasser kann auch beim Ficus Wurzelfäule entstehen und Blätter und Äste sterben ab bzw. vertrocknen.

    Oder zu wenig Licht. Wir hatten in Deutschland den lichtärmsten Winter seit über 40 oder 50 Jahren.

    Weitere Möglichkeiten sind verfilzter Wurzelballen durch alte Lehmhaltige Erde?
    Zuwenig Wasser?
    Schadpilze (kann auch durch zuviel Wasser kommen).
    Schadinsekten.

    Oder Kombinationen davon.

  23. Vincent schrieb:

    @ Nadine

    Ich kann Bernd da nur zustimmen, per Ferndiagnose ist das immer schwer. Bei meiner Paradiesvogelblume hatte ich das selbe Problem und hoffe nach dem Umtopfen nun auf Besserung. Was du vll. versuchen könntest, wäre den kleinen in ein Gewächshaus zu stellen. Lässt sich ohne große Mühe selber bauen. Einfach einen Grundrahmen aus Holz bauen, Styroporgläser und für den Winter noch eine kleine Beleuchtungsanlage. Alles kein Hexenwerk, dürfte deinem kleinen aber helfen.

  24. André schrieb:

    Hallo Nadine, 2 meiner Ficus´ hatten das auch gehabt. Alle Blätter fast gleichzeitig rukzuck braun geworden, hatten sich eingerollt und sind abgefallen. Komisch daß Du das auch hast, genau die selben Symptome wie meine! Ich habe aber nicht rausgefunden was es war. Bei mir aber nehme ich an, daß ich die Bäume am Winterende nach dem Raumlüften bei 4°C erst ans offene Fenster gestellt hatte, und dann erst geschlossen hatte. War am Träumen, nicht dran gedacht. Nun treiben aber alle wieder neu aus, und die Knospen und neuen Blätter sehen gesund aus.
    Also nicht verzagen, lass den Baum in Ruhe, stülpe aber eine durchsichtige Plastiktüte drüber, oder halt ein Gewächshaus, für mehr Luftfeuchte. Bei mir hats geholfen mit der Tüte. Kein Dünger!, da er gerade keine Blätter hat und nicht transpiriert, also wenig Wasser und damit den im Erdreich gelösten Dünger transportiert. Das macht die Wurzeln kaputt! Erst wieder wenig Düngen, wenn die ersten Blätter entfaltet sind.
    Wo ist denn der Standort? Gab es einen Standortwechsel?
    Nicht umtopfen und an den Wurzeln schneiden wenn er sowieso schwächelt, nur nachschauen, ob die Wurzeln intakt und nicht verfault sind! Nur verfaulte Wurzeln entfernen. Waren die Wurzeln ok?
    Hast Du einen Garten oder Balkon? Wenn die Temperaturen nachts über 15 °C bleiben kannst Du sie raustellen, das stärkt ihn für den Winter.
    Viel Erfolg!

  25. Nadine schrieb:

    Hallo ihr Lieben!
    Danke für eure Ratschläge 🙂 !!
    Er treibt wieder aus, die Blätter sehen gesund aus und er verliert keine mehr.
    Jedoch scheinen einige Teile von Haupästen abgestorben zu sein, dort regt sich nichts mehr
    ;( . Meine Frage: kann ich diese Äste oder besser gesagt- muss ich diese Äste abschneiden?
    Der neue Rest wächst nun Kreuz und Quer. Da ich mich über jedes neue Blatt maßlos freue, fällt es mir schwer diese nun nach vier Wochen zu kappen. Muss ich das trotzdem tun um noch mehr Blätter zu bekommen und wenn ja, wie weit soll ich dann herunter schneiden? Die Bonsaigallerie- wo ich den Bonsai erworben habe sagte mir, direkt unterhalb des Blattes. Wie lange sollte ich mit dem Rückschnitt warten, da immer in unmittelbarer Nähe neue Triebe sind.
    Danke, danke für die Tipps und den Beistand!
    Dicken Drücker,
    Ich 🙂

  26. Bernd schrieb:

    Hallo Nadine,

    freut mich das unsere Tipps etwas gebracht haben und es dem Baum besser geht.

    Ob ein Ast abgstorben ist, kannst du durch einen kleinen Schnitt am Astende testen. Tritt Milchsaft aus, lebt er noch. Ist das Holz im inneren trocken ist er an dieser Stelle vertrocknet. Theoretisch könnstest du Schritt-für-Schritt zurück schneiden bis eventuell Michlsaft austritt. Aber vielleicht kann man ja den toten Ast auch in der Gestaltung des Bonsai einbeziehen?

    Wann und wie der Austrieb geschnitten werden soll, ist davon abhängig was du aus dem Bonsai gestalten willst und in welchen Gestaltungszeitpunkt er sich befindet.

    Soll der Baum umgestaltet werden?
    Soll der Baum grösser werden?
    Soll der Baum in Form bleiben?

    Ich würde erst die Triebe zurück schneiden, wenn diese im Ansatz leicht verholzt sind. Also von grün in braun verfärbt sind. Du kannst ihn auf 2-3 Blätter zurück schneiden. Ein Neuaustrieb erfolgt dann aus den Achseln der vorderen ein bis zwei Blätter. So wie die Blätter stehen wächst also der neue Austrieb. So kannst du mit schneiden die Wuchsrichtung steuern.

    Schönen Gruß
    Bernd

  27. Britta schrieb:

    Hallo,

    ich habe seit drei Jahren einen Ficus (Ginseng oder Bonsai), relativ groß und seit dem Winter verliert er ständig Blätter. Ich hatte schon in dem Geschäft nachgefragt wo ich den Baum gekauft habe. Die sagten mir, da der Winter so lange war wäre es Lichtmangel. Er hat neue Blätter bekommen, verliert aber immer weiter Blätter, auch die neuen kleinen schon. Der Stamm verfärbt sich dunkel und das zieht sich jetzt immer weiter hoch am Stamm, obwohl ich eigentlich kaum noch gieße. Es wurde mir gesagt, das er nur von unten Wasser aufsaugen sollte oder nur mit Regenwasser gegossen werden dürfte. Ich habe alles ausprobiert, aber es nützt alles nicht, ich habe jetzt Angst, das er mir eingeht. Wie kann ich ihn retten???

    Ich brauche bitte einen Rat!

    Gruß Britta

  28. Bernd schrieb:

    Hallo Britta,

    ich bräuchte ein Foto und weitere Angaben um dir zu helfen!

    Blattverlust hat meist ein bis mehrere Ursachen. Ich habe die möglichen Ursachen mal hier http://www.bonsai-als-hobby.de/grundwissen/pflanzenschutz/ein-bonsai-verliert-blatter/ aufgelistet.

    Im Winter verlieren den meisten Ficus-Arten Blätter. Viele Arten stammen aus Regionen wo sie das ganze Jahre ca. 12 Stunden Tageslicht bekommen. In unseren Breitengraden haben wir gerade mal 6-7 Stunden Licht im Winter. Blattabwurf ist da eine natürliche Reaktion da der Baum nicht mehr so viele Blätter braucht.

    Blattverlust kann aber auch durch Trockenheit oder Staunässe enstehen. Aber dies sind nur ein paar mögliche Ursachen ohne ein Bild ist es wie Kaffesatz lesen.

    Steht dein Baum im Zimmer?
    Wenn ja wo?
    Für viele Ficus-Arten ist ein dauerhafter Zimmeraufenthalt der schleichende Tod. Die Pflanze verkümmert über die Jahre, bis sie ihren Geist aufgibt. Die meisten Ficus-Arten sollten im Sommer im Freien, am besten voller Sonne, stehen. Da fühlen sie sich richtig wohl.

    Das sich der Stamm schwarz verfärbt kann ich mir nicht wirklich vorstellen? Auch hier wäre ein Foto sehr hilfreich. Im schlimmsten Fall könnte es sich um eine Schadpilz, der bei Staunässse oder dauerhafter Feuchtigkeit entstehen könnte sein. Aber ohne Bildmaterial kann man da nur raten.

    Gerne würde ich dir konkreter weiterhelfen, wenn mir das ein oder andere Foto vorliegen würden. Die kannst du gerne an die Mail im Impressum senden.

    Als erste Verdachtsmassnahme würde ich den Baum mal austopfen und die Wurzeln untersuchen. Sind die schwarz, bis auf gesundes Holz entfernen. Dabei das Schneidwerkzeug nach jedem Schnitt mit Spiritus desinfizieren, damit keine Keime, Sporen an die neu geschnittenen Stellen kommen kann. Danach in einen geräumigen Topf mit Abzugslöcher für überschüssiges Giesswasser eintopfen. Giessen und für zwei Wochen schattig stellen. Danach am besten in die volle Sonne, damit ein schneller Neuaustrieb entstehen kann.

    Gruß Bernd

  29. André schrieb:

    Wie gehts dem Baum, Britta?

  30. Britta schrieb:

    Hast du meine Bilder nicht bekommen?

  31. Bernd schrieb:

    Hallo,

    die Bilder habe ich bekommen 😉
    War aber letzte Woche ausser Haus, beruflich auf der Intersolar-Messe in München. Deswegen hatte ich noch keine Zeit zu antworten.

    Erstes Feedback folgt noch per Mail.

    Gruß
    Bernd

  32. Rudi schrieb:

    Hallo alle zusammen, hoffe ihr könnt mir weiter helfen. Ich habe seit einiger Zeit einen Ficus. Dieses Jahr verliert der iwie richtig viele Blätter. Ich kann so täglich 3 blätter aufsammeln. Bei meinen kleineren, jetzt 2 Jahre alten Stecklingen, passiert nix dergleichen. Ich weiß nicht so wirklich woran das liegt. Er hat ne genug Licht (Planfzenleuchte 12h täglich) dann ist er genug gedüngt und gewässert. Haben die Wurzeln vllt zu wenig Platz und ich sollte Ihn umtopfen? Oder bin ich nur zu übervorsichtig mit meinem Bäumchen?
    Danke für Eure Antworten

  33. Bernd schrieb:

    @ Rudi

    Ohne sich ein konkretes Bild von deiner Pflanze machen zu können, kann man keinen Rat geben. Das wäre wie Kaffeesatz lesen.

    Unter http://www.bonsai-als-hobby.de/grundwissen/pflanzenschutz/ein-bonsai-verliert-blatter/ findest du viele Möglichkeiten die zum Blattverlust führen können und teilweise was man dagegen unternehmen kann.

    Wenn du ein paar gute Fotos von deinem Ficus mir sendest, kann ich diesen gerne hier im Blog zur Diskussion vorstellen. Sicherlich gibt es reichlich konstruktive Vorschläge.

    Schönen Gruß
    Bernd

  34. jonas schrieb:

    Hallo ich hab einen jungen Ficus microcarpa den ich erst am westfenster aufgestellt hatte, weil er ein paar Blätter verloren hat hab ich ihn jetzt unter einem Dachfenster weil er da mehr Sonne bekommt. Ich weis nur nicht ob es gut ist wenn er nur von oben beschienen wird?

  35. Bernd schrieb:

    Hallo jonas,

    Ficus microcarpa ist eine tropische Pflanze. Die braucht 12h Licht. Im Sommer am besten ins Freie. Nach 1-2 Wochen Gewöhung am besten in die pralle Sonne.

    Im Zimmer kümmern die meist über kurz oder lang.

    Aber vielleicht reicht das Licht vom Dachfenster aus?
    Zumindest über den Sommer. Im Winter wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder Blätter verlieren. Wir haben im Januar nur noch 7h Tageslicht. Da fehlen 5h. Da wirft er überlüssige Blätter ab damit der nicht wegen zu starker Verdungsung vertrocknet!

    Schönen Gruß und viel Spaß und Erfolg mit dem Ficus!

    Bernd

  36. Daniel schrieb:

    Hallo erstmal 😉

    Ich finde die Seite hier absolut Genial!

    Hab mir hier schon viele Tipps bezüglich meiner Bonsais geholt.

    Nur bin ich mittlerweile an meinem Ficus am verzweifeln.

    Ich hab ihn nach fast 5 Jahren noch nie in einem so schlechten Zustand gesehen.

    Mal kurz die Symptome:

    Verliert dauerhaft Blätter / Jedoch kommen genauso wieder neue
    Die Blätter die er verliert kann man sehr gut 1-2 Tage bevor sie abfallen betrachten und regelrecht zusehen wie sie weiße Kapseln bilden und bräunliche stellen bilden. Letztendlich dann auch abfallen!

    Ich gieße Regelmäßig und düngen genauso. Dazu hab ich auf den Verdacht das die Erde nicht mehr gut ist auch neu bepflanzt. Und auch mal komplett beschnitten. Sowie auch schon im Gartencenter nachgefragt. Nur was die mir da alles andrehen wollten war eine Frechheit.

    Hoffe mal jemand kann mir hier irgendwie weiterhelfen.

    Kann auch Bilder per Mail senden falls das helfen sollte!

  37. Bernd schrieb:

    Hallo Daniel,

    schick mir mal Fotos.
    Die werde ich hier reinstellen.
    Dafür kann es mehrere Ursachen geben.
    Wichtig wäre auch wo der Baum steht und wann du das letzte Mal die Erde gewechselt hast?

    Schöne Grüße
    Bernd

  38. Daniel schrieb:

    Hallo Bernd.

    Ich habe dir auf deiner Seite von Facebook die Bilder mit zusätzlichen Anhängen gesendet.

    Ich Danke dir schon einmal für die Hilfe!

  39. Gonca schrieb:

    Hallo,
    Wir besitzen seit kurzem solch einen bonsai und heute habe ich auf der Erde einen weißen Pilz entdeckt und weis nicht was ich tun soll. ist die Pflanze krank? Soll ich den Pilz entfernen?

    Lg Gonca

  40. Bernd Schmidt schrieb:

    Hallo Gonca,

    ich weiß nicht ob das was du Pilz meinst auch einer ist?
    Das könnten auch weiße Kalkablagerungen vom Gießwasser sein.
    Natürlich kann das auch weißer Schimmelpilz sein. In dem Fall hast du zuviel gewässert und solltest zwischen dem Gießen die Erde ruhig abtrocknen lassen.
    Vor allem sollte der Baum jetzt im Sommer ins Freie gestellt werden. Wenn er Zimmer steht, ist der Standort vermutlich viel zu dunkel und es bildet sich leichter Schimmelpilz.

    LG
    Bernd

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