Coprosma x kirkii als Bonsai

Diese Woche war sozusagen Buchwoche.

[ad#google-text-468-15]Vier Bücher über Bonsai und Bäume habe ich euch vorgestellt.

Manch einem mag die Theorie in Büchern zu trocken erscheinen. Also gibt es heute mal wieder einen Bericht aus der Praxis.

Dominic Albrecht hatte mir ein paar Fotos eines Bonsai zugesendet, wo er nicht wusste um welche Pflanze es sich handelt. Da meine Kenntnisse bei Zimmerpflanzen bei den Bonsai nicht weit geht, konnte ich ihm die Pflanze nicht richtig bestimmen. Bevor ich sein Anliegen im Blog zur Diskussion stellen konnte, hatte er die Pflanzenart in einem Bonsaiforum bestimmen lassen können.

Heute möchte ich euch diese Zimmerpflanze vorstellen. Eine Coprosma x kirkii, welche aus einem Steckling gezogen wurde:

Coprosma als Bonsai

Copyright Foto: Dominic Albrecht

Coprosma x kirkii

Copyright Foto: Dominic Albrecht

Laub Coprosma x kirkii

Copyright Foto: Dominic Albrecht

Herkunft:
Neuseeland, Australien und pazifische Inseln

Blatt:
Kleine grüne gegenständige Blätter. Bei Coprosma x kirkii sind die Blätter in hellgelb umrandet.

Rinde:
Grau bis gelb und braun.

Winter:
Kühle aber frostfreie Überwinterung bei ca. 10 Grad Celsius. Es wird kein Frost vertragen. Immergün wenn über 15 – 18 Grad überwintert wird. Unter 10 Grad Celsius werfen die meisten dieser Art das Laub ab.

Bonsaieignung:
Sehr gut geeignet, das sehr schnittverträglich.

Beschaffung:
Bonsaifachhandel oder Pflanzenhandel.

Standort:
Hell aber direkte Sonne vermeiden. Auch sehr gut als Zimmerbonsai geeignet!

Giessen:
Regelmässig giessen und feucht halten aber Staunässe vermeiden.
Die Pflanze mag eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Öfters sprühen oder ein Kiesbeet mit Wasser unter dem Pflanzentopf erhöhen die Luftfeuchtigkeit.

Düngen:
Vom April bis August kann wöchentlich Bonsaidünger verabreicht werden. Während der kühleren Überwinterung wird gar nicht gedüngt.

Substrat:
50% Akadama und 50% normale Blumen- oder Pflanzenerde.

Umtopfen:
Alle zwei bis drei Jahre mit leichten Wurzelschnitt.

Gestaltung:
Aufrechte Formen aber auch in der Kaskaden und Halbkaskadenform.

Rückschnitt:
Regelmässiger Rückschnitt fördert einen buschigeren Wuchs. Kein Rückschnitt bringt relativ lange kahle Äste bzw. Stamm. Gestalte Pflanzen werden zur Formerhalten geschnitten, wenn die Triebe zu lang geworden sind.

Drahten:
Ist möglich, sobald die Triebe verholzt sind. Bei aufmerksamen Rückschnitt kann man die Form steuern, wodurch Drahten oft nicht erforderlich ist.

Schädlinge und Krankheiten:
Bei warmer Überwinterung kann die Weisse Fliege auftreten. Abhilfe bringen Gelbtafeln, wo die Fliegen kleben bleiben.

Weitere Infos:
Koprosma bedeutet frei übersetzt Misthaufen.
[ad#co-1]Der Name stammt vom Duft der Blätter, wenn diese verrieben werden. Dann versträmt die Pflanze einen Duft wie bei einem Misthaufen.

Neben der grünlaubigen und der hellgelb panaschierte Art, gibt es noch zahlreiche andere Blattfärbungen und Panaschierungen im Pflanzenhandel. Im Bonsaihandel wird meist nur die Coprosma x kirkii auf Grund ihrer kleinen Blätter und der Gestaltungs-Eignung für die Kaskadenform angeboten.

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

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