Mein Bonsaijahr im Juli und August 2013

Der gefühlte Sommer ist nach den letzten, meist regnerischen Tagen, im Prinzip vorbei.

[ad#google-text-468-15]Umso erstaunter war ich, als ich feststellte, dass ich mit meinen Monatsrückblick, bereits zwei Monate im Rückstand bin!

Da wird es Zeit über meine Bonsai-Arbeiten im Juli und August zu berichten.

Meine Korkrindenulme (Zelkvoe nire) hat sich in diesem Jahr, im Teichtopf, prächtig entwickelt.

Ein kräftiger Frühjahrsaustrieb brachte eine gute Stammverdickung und an der richtigen Stelle noch einen weiteren gewünschten Ast, der in Zukunft mehr Tiefe im Hintergrund bringen soll.

Zelkove nire nach dem Rückschnitt

Inzwischen musste ich weiteren Austrieb wieder etwas zügeln. Der Baum dürfte aber in ein bis zwei Jahren für seine erste Bonsaischale reif sein. Mal sehen wie sich in diesem Herbst das Laub verfärbt?

Im Juli habe ich wenig an meinen Bäumen gemacht. Ich hatte drei Wochen Urlaub. Die Nachbarin hat meine Shohin-Japan-Ulme auf dem Gewissen. Alle Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Schade, ausgereichnet mein Lieblingsbaum. Der war auf einem sehr guten Weg 🙁

Das gehört aber auch zum Bonsai-Hobby, dass man aus solchen Fehlern lernt. Hätte ich den Baum schattiger gestellt und unter ein Substrat mit Wasserbeet, wäre die Vertrocknungsgefahr geringer gewesen.

Da auf dem Balkon die Temperaturen doch stark schwanken, werde ich in Zukunft meine Bonsai-Bäume grösser gestalten. Dadurch wird ein Austrocknen ebenfalls reduziert. Zudem erfordert ein grösserer Bonsai weniger Schneidarbeit. An den Kleinen treibt es im Frühjahr aus allen Poren aus. Da kommt man kaum hinterher die überflüssigen Knospen zu entfernen. Aber bei etwas grösseren Bäumchen verlagert sich dieser Austriebsprozess im Frühjahr halt weiter nach oben.

Im August habe ich mir nach über fünf Jahren endlich einen Bonsaitisch gegönnt. Kein echter. Ein Zweckentfremdeter aus dem Supermarkt für 14,99€.

Bonsaigestalter bei der Arbeit

Für zukünftige neue Pflanzen habe ich mir Gedanken über die Auswahlkriterien für einen perfekten Bonsai gemacht. Die zehn wichtigsten Auswahlkriterien habe ich zumsammen gestellt. Sicherlich gibt es viel mehr Kriterien. Aber im Laden kann man kaum Dutzende Seiten durcharbeiten. Also habe ich versucht das ganze auf die wesentliche Merkmale zu reduzieren. Sozusagen eine Checkliste für den nächsten Bonsai-Kauf 😉

Überraschenderweise blühten im August ein paar meiner Kakteen. Und für zwei Fenster haben wir uns neue Zimmerpflanzen gegönnt.

Wie man sieht habe ich im Juli und August lediglich einige meiner Laubbäume und ein paar Sukkulenten in Form geschnitten. Dazu noch regelmässig Giessen und Düngen. Der Sommer ist eigentlich, ausser bei Hitze, eine pflegeleichte Zeit für Bonsai.

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

2 Kommentare zu Mein Bonsaijahr im Juli und August 2013

  1. Lukas schrieb:

    Hi ich wollte mich nur mal bei dir erkundigen, ob die Email meiner crassula (?) angekommen ist.

  2. Lukas schrieb:

    Und ich hätte da mal eine frage zu den Gast Autoren, ich würde nämlich gerne einen (oder mehrere) Artikel über die Roku-Shun-Ten 2014 schreiben, kann das aber nicht versichern,würde das gehen?

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