Kusamono – Akzentpflanzen – Beistellpflanzen 2018

Der Standort für meine Sukkulenten und Akzentpflanzen ist ein Westbalkon. Wetterseite. Im Winter kühl und windig. Im Sommer teilweise extrem heiß. In den letzten 10 Jahren habe ich in einer schattigen Ecke die Temperaturen gemessen. Von Minus 15 bis Plus 55 Grad. Bis zu 70 Grad Temperaturunterschied!

Gerade Akzentpflanze in kleinen Schalen oder Töpfen haben an solch einem Standort sehr schwierige Bediungen. Kein Wunder das hier meist nur Überlebenskünstler dauerhaft überleben. So konzentriere ich mich bei den Beistellern inzwischen auf Hauswurze und Delsoperma.

Hauswurze (Sempervivum) gibt es in zahlreichen Varianten und über 7000 verschiedene Sorten! Das Vorkommen erstreckt von Marokko bis in den Iran. Die größte Vielfalt gibt es in den europäischen Alpen. Meine Hauswurze sind alle Zuchtformen oder Hybriden. Die Pflanzen habe ich alle von einem Sammler bzw. einem Händler der von dem Sammler und Züchter die schönsten Exemplare weitervermehrt.

Hauswurz und Moos in fingerhutgroßer Schale
Hauswurz und Moos in fingerhutgroßer Schale

Mein kleinster Beisteller in einer fingerhutgroßen Schale.

Kleine Schale mit Sempervivum
Kleine Schale mit Sempervivum

Der zweitkleinste ist unwesentlich größer.

Hauswurz in kleiner Schale
Hauswurz in kleiner Schale

Der drittkleinste hat die kleine Schale nach einigen Jahren schön ausgefüllt. Über den Winter bilden sich meist Moospolster, welche die Lüchen natürlich schließen,

Hauswurz und Bemoosung
Hauswurz und Bemoosung

Bei dem Exemplar sieht man das Moospolster sehr gut.

Moos und Sempervivum in Akzentschale
Moos und Sempervivum in Akzentschale

Hier nimmt das Moos fast schon überhand. Dennoch gefällt mir diese Natürlichkeit sehr gut.

Runde Akzentschale mit Hauswurz und Moos
Runde Akzentschale mit Hauswurz und Moos

Wenn das Moos Sporen bilden sieht es wie Gras einer Wiese aus.

Sempervivum in Tonschale
Sempervivum in Tonschale
Moos und Hauswurz in Schale
Moos und Hauswurz in Schale

Eine meiner ältesten Kusamono-Hauswurze. Diese Spinnennetz-Hauswurze mit relativ kleine Rosetten, haben bei mir noch nie eine Blüte gebildet. Aber die grün-rote Färbung gefällt mir sehr gut. Keine Blütenbildung halte ich allerdings für die Kusamono-Gestaltung als Vorteil. Da nach der Blüte die Rosette abstirbt, dauert es meist ein paar Jahre bis diese Lücke im Polster wieder überwachsen und geschloßen wurde.

Hauswurz und Moos in flacher Schale
Hauswurz und Moos in flacher Schale

Der andere der beiden ältesten Hauswurz-Kusamono. Auf mich wirkt der Mix aus Hauswuzr und Moos wie eine kleine Mini-Landschaft.

Sempervivum mit Moospolster
Sempervivum mit Moospolster

Dieser Hauswurz bildet größere Rosetten und hat bereits mehrfach geblüht. Leider entstehen so durch die absterbende Blütenrosette jedes mal eine Mulde im Pflanzenpolster. Diese schließt sich aber meist nach 1-2 Jahren wieder.

An allen Hauswurzen mache ich das ganze Jahr fast nichts! Einfach sonnig stellen und wachsen lassen. Lediglich nach der Blüte entferne ich den vertrockneten Blütenstengel.

Mein erster Delosperma cooperi eine Naturform. Leider blüht die Pflanze nicht in jedem Sommer. Aber mindestens alle 2 Jahre.

Delosperma Hybride
Delosperma Hybride

Zwei weitere Delosperma sind Hybriden mit mehrfarbigen Blüten. Auf dem obigen Foto eine mit rot-orangener Blüte. Leider sind bei Zuchtformen sehr geizig bei der Blütenbildung. Wenn eine der beiden Pflanzen überhaupt blüht, dann nur mit wenigen Blüten.

Delosperma Hybride Karen mit Blüten
Delosperma Hybride Karen mit Blüten

Mein Lieblings Delosperma ist die Hybride Karen. Diese blühte jedes Jahr vom Frühjahr bis in den Spätsommer in mehreren Schüben und sehr reichlich.

Wie pflege ich die Delosperma? Unter dieser Pflanzenart gibt es einige wintertarte Arten. Da die Pflanze ursprünglich aus Südafrika stammt, sollte man extremen Dauerfrost über mehrere Wochen vermeiden. Im Winter stelle ich die Delosperma in eine Balkongewächshaus in eine schattige Ecke. Bei Temperaturen im zweistelligen Minusbereich oder Frost über mehrere Wochen, kommen die Pflanzen vorübergehend in den unbeheizten Keller. Nachtfrost wird vertragen, sofern es am Tag Plustemperaturen hat. Das sind ähnliche Temperaturschwankungen wie am natürlichen Standort! An milden Wintertagen wird etwas gegossen, damit nicht zu viele Pflanzenteile vertrocknen. Wenn dennoch Pflanzenteile vertrocknen, ist dies meist nicht so schlimm, da aus den lebenden Pflanzenteile schnell neue Austriebe in der Wachstumszeit entstehen. Für die Gestaltung ist ein vertrocknen allerdings oft ein Rückschritt.

Sobald es im Spätwinter oder Frühjahr wärmer wird, werden die Pflanzen an einen sonnigen Platz positioniert. Bei trockenen Wetterphasen wird gegossen. Gedüngt wird in der Wachstumszeit mit Kakteendünger. Dieser beinhaltet wenig Stickstoff. Damit vermeidet man unnatürliches Längenwachstum.

Sowohl Sempervivum / Hauswurz als auch Delosperma lassen sich bei solch einem extremen Standort sehr gut pflegen und erfreuen zum Teil mit schöner Blütenpracht.

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