Bonsai als Völkerverständigung?

Der Friedensnobelpreis ging in diesem Jahr an die EU.

[]Über 60 Jahre ohne Krieg in den EU-Ländern ist die Begründung des norwegischen Nobelkomitees.

Nicht nur weil ich Kriegdienstverweigerer bin und statt dem damaligen Wehrdienst, Zivildienst geleistet habe, finde ich diese Vergabe des Friedensnobelpreises in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einiger EU-Länder sehr gut.

Der Friedensnobelpreis sollte als Signal vertanden werden und an die positiven Dinge der europäischen Vereinigung erinnern. Ich kann mich noch an Reisen in Europa erinnern, wo man an jeder Grenze kontrolliert wurde. Wollte man in meiner Jugendzeit nach Prag reisen war ein Visum erforderlich. Bei einer Busreise wurde der Bus über eine Stunde gefilzt. Das war damals in einigen Ländern normal. Heute gibt es in vielen europäischen Ländern keine Grenze mehr. Man kann in den meisten europäischen Ländern mit dem Euro zahlen und muss sich nicht mehr mit Umrechnungskursen den halben Urlaub über Gedanken machen. Ist der Umtausch zu Hause, per Traveler-Scheck, Euroscheck oder Postsparbuch besser?

Die freien Grenzen haben sicherlich auch in hohem Umfang zur Völkerverständigung beigetragen? Aber auch der kulturelle Austausch mit Partnerstädten und Schüleraustausch-Programmen haben zur Völkervständigung beigetragen.

Auch die Bonsai-Gemeinde hat mit der European Bonsai Association (EBA) einen Verband der die verschiedenen europäischen Kulturen durch ihr Hobby zusammen bringt. Derzeit gehören dazu 19 Länder und weitere haben die Aufnahme beantragt. Die EBA wurde 1980 in Heidelberg ins Leben gerufen.

Die Erde

© JohanSwanepoel – Fotolia.com

Jedes Jahr veranstaltet die EBA einen European Bonsai Convention mit Ausstellung der europäischen Mitgliedsländer. Für viele Bonsaifans ist dies oft das Highlight eines Bonsaijahres, da man dort die besten Bäume aus Europa zu sehen bekommt.

Logischerweise steht die EBA regelmässig in engem Kontakt mit anderen Bonsai-Verbänden in anderen Kontinenten. Der kulturelle Austausch wird hier aktiv praktiziert. Gegenseitige Besuche gehören hier zum jährlichen Programm.

Da meine Bonsai derzeit alles andere als ausstellungsreif sind, ist für mich diese Möglichkeit zum Informationsaustausch über diese Ebene derzeit weniger relevant. Dazu würde ich mich noch als absoluten Anfänger bezeichnen?

Aber heutzutage gibt es ja auch das Internet, welches die Welt spürbar verkleinern kann. So habe ich in den letzten Jahren über Facebook und Twitter einige Kontakte von anderen Bonsaifreunden auf der ganzen Welt sammeln können.

Allerdings muss ich gestehen, dass ich auf diesen sozialen Netzwerken meist wenig aktiv unterweg bin. Leider hat mein Tag auch nur 24h und die reichen dafür leider nicht aus um weitere Bonsaikontakte intensiver zu pflegen.

Dennoch befinden sich unter den Freunden bzw. Followern Menschen aus vielen Ländern, wie UK, Frankreich, Brasilien, Argentinien, Japan, Mexiko, Spanien, USA, Rumänien, Belgien …

[ad#co-1]Diese erfahren über die sozialen Netzwerke was ich in meinen Blog über Bonsai veröffentliche. Und ich erfahre was diese Bonsaifans so machen. Mit mehr Zeitaufwand wären da sicherlich auch intensivere Kontakte mit Besuchen denkbar. Aber dafür habe ich derzeit nicht die erforderliche Zeit.

Für mich ist jedes Hobby eine Möglichkeit der Völkerverständigung. Bereits in der Fotografie habe ich dank des Internet bereits sehr gut Erfahrungen mit anderen Fotografen aus anderen Ländern der Welt gemacht. Das mögliche Wissenspektrum ist dank des Internet grösser geworden und man bekommt schneller Antwort auf seine Fragen.

Nutzt auch ihr Möglichkeiten zum internationalen Informationsaustausch?
Wenn ja welche und in welcher Form?

Über Bernd

Bei der Beschäftigung mit Bonsai kann ich entspannen und abschalten. Auf diesem Blog möchte ich Anfängern mein bescheidenes Grundwissen über Bonsai verständlich rüber bringen.

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